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  • Von Redaktion
  • 25.06.2014 um 12:07
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Die Bundesregierung will im Eiltempo neue Regeln für die Versicherungswirtschaft durchsetzen. Sie plant nicht nur Änderungen für Bewertungsreserven und Garantiezins, auch die Provisionen der Vermittler hat die Politik im Blick. Vertreter der Versicherungswirtschaft rufen deshalb zum Protest auf.

Die geplante Offenlegung der Provisionen für Versicherungsvermittler im Rahmen des Lebensversicherungsreformgesetzes (LVRG) sorgt im Markt für Wirbel. Die Verbände der Versicherungswirtschaft machen nun mobil gegen die Pläne der Bundesregierung.

In einer gemeinsamen Stellungnahme der Vermittlerverbände heißt es:

„Einvernehmlich warnen wir vor der jetzt geplanten Offenlegungspflicht für Abschlussprovisionen. Die Neuregelung verleitet nicht nur zu falschen Schlussfolgerungen bei der Produktauswahl des Kunden, sondern sie tangiert die bedarfsgerechte Beratung.“

Auch das Tempo des Gesetzgebungsverfahrens sorgt für reichlich Irritation:

„Die Veröffentlichung des Referentenentwurfs am frühen Nachmittag des 27.05.2014 mit einer Fristsetzung für Stellungnahmen bis zum 30.05.2014 morgens ist indiskutabel, um die Vielzahl der technischen Neuerungen in ihrer vollen Breite für den Markt abschätzen zu können.“ Und weiter: „Es ist bedauerlich, dass mit diesem Entwurf und der darin enthaltenen ungefragten Offenlegung, Art. 2, Nr. 2 des Regierungsentwurfs (nachfolgend: RegE) der IMD II vorgegriffen wird. An dieser Stelle wäre ein Abwarten zugunsten einer möglichst einheitlichen europäischen Regelung eindeutig besser gewesen.“

Um ihrem Protest und Unmut Luft zu machen, plant der Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK) nun sogar eine Demonstration. Sie soll am 3. Juli 2014 auf dem Potsdamer Platz in Berlin stattfinden. Der Verband ruft seine Mitglieder dazu auf, sich per Mail an bvk@bvk.de für die Kundgebung anzumelden.

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