Produktinformationsstelle Altersvorsorge Darauf müssen sich Vermittler bei der PIA einstellen

Reiner Will ist Geschäftsführer des Analysehauses Assekurata.
Reiner Will ist Geschäftsführer des Analysehauses Assekurata. © Assekurata

Mit der neuen Produktinformationsstelle Altersvorsorge (PIA) kommen auf die Vermittler von Versicherungen in Deutschland die Arbeit mit Risikoklassen zu. Darauf weist Assekurata-Chef Reiner Will hin und nennt die neuen Anforderungen an AO-Vermittler und Makler.

14.03.2016 16:28  Drucken
Risikoklassifizierungen, wie sie bereits für Investmentfonds bestehen, soll es schon bald auch für Versicherungsprodukte geben, erklärt Reiner Will, Geschäftsführer des Kölner Analysehauses Assekurata, in einem aktuellen Kommentar zur Arbeit der im vergangenen Jahr etablierten Produktinformationsstelle Altersvorsorge (PIA).



„Das in Kaiserslautern ansässige Unternehmen entwickelt ein Verfahren, mit dem Altersvorsorgeprodukte in ein Chance-Risiko-Profil eingestuft werden“, erklärt Will. Nach den staatlich geförderten Produkten dürfte dies auch auf die private Vorsorge ausgeweitet werden, so Will weiter. „Daraus ergeben sich einige Herausforderungen für Anbieter und Vermittler“

Berater müssen Kunden beurteilen

Konkret für die Vermittler bedeute das, dass sie in der Altersvorsorgeberatung den Kunden über das Chance-Risiko-Profil informieren und die geeignete Produktwahl dokumentieren müssten, so Will. „Dies erfordert auch die Beurteilung der Risikoneigung des Kunden.“ Dazu seien Anpassungen der Beratungsprogramme notwendig.

Außerdem müssten die Vermittler in der Bestandsbetreuung auch überprüfen, ob die Produkte noch immer für den jeweiligen Kunden geeignet sind, die Altersvorsorge der individuellen Risikoneigung entsprechend aufzubauen.
Pfefferminzia HIGHNOON