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Wie es richtig geht Sechs vermeidbare Fehler in der privaten Altersvorsorge

Ein Rentner im Urlaub: Wer sich auch im Alter noch etwas gönnen will, muss gut vorsorgen - am besten privat.
Ein Rentner im Urlaub: Wer sich auch im Alter noch etwas gönnen will, muss gut vorsorgen - am besten privat. © dpa/picture alliance

In Zeiten von niedrigen Zinsen und dem sinkenden Rentenniveau wird die private Vorsorge immer wichtiger. Aber auch hier gibt es einige Fallen, in die viele hineintappen, obwohl es nicht Not tut. Welche das sind und wie sie sich umgehen lassen, erfahren Sie hier.

| , aktualisiert am 04.07.2017 16:07  Drucken

Es gibt so einige Fehler, die Sparer bei ihrer Altersvorsorge machen können. Umso besser wäre es aber, diese von vorne herein zu umgehen. Wie das bei sechs typischen Sparer-Fallen geht, hat der Rentenversicherer Mypension zusammengefasst.

Sparbuch statt Sparplan

Laut Schätzungen haben die Deutschen rund 4.000 Milliarden Euro auf Spar- oder Tagesgeldkonten zu Minizinsen angelegt – in letzter Zeit wohl auch immer häufiger zu Negativzinsen. Kommt Inflation dazu, bedeutet das nichts Gutes fürs Geld. Über 20 Jahre führt eine Inflation von 2 Prozent laut Mypension dazu, dass man für dasselbe Geld 33 Prozent weniger kaufen kann. Also: Lieber einen langfristigen Sparplan mit niedrigen Kosten und hoher Rendite zulegen als ein Geld schrumpfendes Sparbuch.

Zu spät anfangen, zu sparen

Wer früh anfängt, wird belohnt: Wenn ein 47-Jähriger 20 Jahre lang monatlich 100 Euro für sein Alter spart, kann er mit 67 Jahren eine monatliche Rente von 130 Euro erwarten. Wenn ein 27-Jähriger die gleichen 100 Euro über 40 Jahre anlegt, kommt er bei Renteneintritt auf 454 Euro – also fast das Dreifache.

Keine Kleinbeträge nutzen

Jeder kennt den Spruch: „Auch Kleinvieh macht Mist.“ Und auch bei der Vorsorge steckt da viel Wahrheit drin. Ein Beispiel: Wer im Monat auf vier Schachteln Zigaretten verzichtet und 20 Euro pro Monat spart, kann sich nach 30 Jahren auf ein schönes Zusatzgeld in Höhe von 58 Euro freuen. Das Gesamtguthaben liegt dann bei 19.585 Euro.

Angst vor Aktien

Aktienportfolios lohnen sich. Angst ist hier fehl am Platz. Wenn ein 37-jähriger 100 Euro in eine klassische Rentenversicherung anlegt, ergibt sich nach 30 Jahren eine monatliche Rente von 163 Euro. Wenn er den gleichen Betrag in ein Aktienportfolio investiert, ergibt sich voraussichtlich eine Monatsrente von 294 Euro.

Nicht auf die Kosten schauen

Die Gesamtkosten für eine Rentenversicherung können laut Mypension bei teuren Anbietern bei 2 Prozent oder mehr pro Jahr liegen. Langfristig ist das schlecht für die Rendite. Die Anlage von 100 Euro mit einer Brutto-Rendite von 6 Prozent und Kosten von 2 Prozent pro Jahr ergibt nach 30 Jahren eine Rente von 203 Euro. Bei ihren Altersvorsorgeprodukten sollten sich die Sparer die Kosten also genau anschauen.

Starre Verträge

Klar, regelmäßiges Sparen ist das A und O. Doch man sollte sich nicht auf einen festen Beitrag beschränken. Durch Hauskauf, Nachwuchs und Co. kann das Geld auch mal knapp werden – manchmal muss dann eine Beitragspause sein. Deshalb ist es besser, einen Vertrag zu wählen, bei dem Beitragsänderungen und Entnahmen immer möglich sind.

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