11
Assekuranz der Zukunft› zur Themenübersicht

Vermittlung von Fondspolicen Droht ohne Zusatzqualifikation die Falschberatung?

Das Herzstück der Frankfurter Börse: Das Financial Planning Standards Board Deutschland ist der Meinung, dass Vermittler und Berater ohne Zusatzqualifikationen keine fondsgebundenen Policen an den Mann bringen sollten.
Das Herzstück der Frankfurter Börse: Das Financial Planning Standards Board Deutschland ist der Meinung, dass Vermittler und Berater ohne Zusatzqualifikationen keine fondsgebundenen Policen an den Mann bringen sollten. © dpa/picture alliance

Ist eine fondsgebundene Versicherung nun eine Wertpapieranlage? Oder steht der Absicherungsgedanke im Vordergrund? Das Financial Planning Standards Board Deutschland (FPSB Deutschland) hat hier eine klare Meinung: Versicherungsvermittler, die zu fondsgebundenen Policen beraten wollten, müssten unbedingt eine Zusatzqualifikation in Sachen Geldanlage erwerben. Sonst bestehe die Gefahr einer haftungsrelevanten Falschberatung.

| , aktualisiert am 02.05.2017 17:08  Drucken

Die Versicherungsbranche lehnt bisher eine Zusatzqualifikation für Vermittler ab, die Fondspolicen an den Mann bringen wollen. Das Financial Planning Standards Board Deutschland (FPSB) sieht das anders.

„Aus unser Sicht ist eine fondsgebundene Versicherung im Prinzip eine Wertpapieranlage, deren Hintergrund durch eine Versicherungskonstruktion gestaltet wird“, sagt FPSB-Vorstandsvorsitzender Rolf Tilmes. „Daher wird die Rendite der Fondspolice wesentlich durch die Wertpapieranlage bestimmt.“

Das FPSB findet es daher fahrlässig, wenn Versicherungsvermittler keine Sonderausbildung oder das nötige Fachwissen in Sachen Wertpapieranlage besitzen, zum Produkt aber trotzdem beraten. In der Praxis stehe bei der Vermittlung von Fondspolicen häufig nämlich nicht die Absicherung von Risiken, sondern vielmehr die Kapitalbildung im Vordergrund.

Versicherungsmakler & Co. sollten sich aus diesem Grund verbindlich und regelmäßig zum Thema Geldanlage weiterbilden, bevor sie zu Altersvorsorge-Produkten wie einer fondsgebundenen Versicherung beraten, fordert Tilmes.

Wichtig sei diese Debatte deshalb, weil der Niedrigzins die klassischen Lebensversicherungen zunehmend unattraktiver mache, und die „scheinbar rentableren Fondspolicen“ häufiger an ratsuchende Kunden verkauft würden. Bei Fondspolicen könnten Anleger in der Regel über die Anlage mitbestimmen, indem sie zwischen verschiedenen Investmentfonds wählen und auch das Risikoprofil während der Laufzeit verändern können. „Dafür ist jedoch komplexes Wissen notwendig, über das der Kunde und auch der klassische Versicherungsverkäufer in der Regel gar nicht verfügen können“, sagt der FPSB-Vorstand. Es besteht die Gefahr einer haftungsrelevanten Falschberatung.

Blick in die Zukunft: IDD-lizensiertes Webinar zum Brexit
Werbung


Lars Heermann von Assekurata und Christian Nuschele, Vertriebschef von Standard Life, analysieren im Webinar kritisch die Herausforderungen, die der Brexit mit sich bringt.

Darüber hinaus wagen sie einen Blick in die Zukunft, verbunden mit einer Analyse, welche Produkte künftig im Niedrigzinsumfeld punkten können. Neben aktuellen Fakten für ihre Kundenberatung, erhalten Makler durch das Webinar auch IDD-relevante Weiterbildungszeit.

Am Montag, 25. Februar, um 14 Uhr.

Jetzt anmelden!

Video-Talk zu Brexit-Maßnahmen britischer Versicherer
Werbung

Mit dem bevorstehenden Brexit hat die Standard Life sich entschieden das gesamte Versicherungsgeschäft in Irland anzusiedeln. Eine starke Wirtschaftslage und etablierter Versicherungsmarkt sprechen für den Standort. Zudem können Vermittler ihr Neugeschäft unverändert fortsetzen und alle Kunden weiter auf den gewohnten Service zurückgreifen.

Im Interview spricht Journalist Dr. Marc Surminski mit Lars Heermann, Bereichsleiter Analyse und Bewertung bei Assekurata, und Christian Nuschele, Head of Sales & Marketing bei Standard Life, über die konkreten Schritte.

Das ausführliche Gespräch können Sie unter diesem Link verfolgen.

Warum Multi-Asset-Fonds so beliebt sind
Werbung

Die Multi-Asset-Konzepte erfreuen sich nach wie vor ungebrochener Beliebtheit. Woran liegt das? Welche Vorteile bieten sie Anlegern? Und welche Rolle spielen bei den Multi-Asset-Fonds Themen wie Technologie, Industrie 4.0 und Nachhaltigkeit im Fondsuniversum?

Im Interview mit dem Wirtschaftsjournalisten Andreas Franik gibt Stephan Hoppe, Direktor Investment Strategie bei Standard Life, Antworten auf diese Fragen und eine Einschätzung für das Börsenjahr 2019.

Ausblick 2019: Wie wirkt sich der Brexit auf meine britische Lebensversicherung aus?
Werbung

Niedrige Zinsen, Kursschwankungen an den Aktienmärkten, regulatorische Änderungen und der sich nähernde Brexit haben das Jahr 2018 geprägt. Wie geht es weiter? Und welche Veränderungen erwarten britische Versicherer und ihre Kunden im deutschen Markt?

Das erklärt der Vertriebschef von Standard Life Deutschland, Christian Nuschele, im Gespräch mit dem Wirtschaftsmoderator Andreas Franik auf dem Parkett der Frankfurter Börse.

Aktienorientierte Altersvorsorge: Was bringen eigentlich Small Caps?
Werbung

Was genau sind sogenannte Small Caps? Und welche Vorteile bieten sie bei der aktienorientierten Altersvorsorge? Das verrät Michael Heidinger von Aberdeen Standard Investments. Hier geht es zum Interview mit Andreas Franik an der Börse Frankfurt.

Schutz der Kundengelder durch ein zuverlässiges Sicherheitsnetz
Werbung


Knapp 200 Jahre krisenfester Unternehmensgeschichte bezeugen, dass der Schutz und die Sicherheit der Kundengelder dem Lebensversicherer Standard Life sehr wichtig sind. Diese werden durch ein zuverlässiges Sicherheitsnetz gewährleistet – auch nach dem Brexit.

Erfahren Sie hier, wie das Sicherheitsnetz von Standard Life genau konzipiert ist und wie die einzelnen Sicherheitsmechanismen ineinandergreifen.