Studie Mehrzahl der Deutschen hat ein Arbeitszeitkonto

Ein Behördenarbeitsplatz: Im öffentlichen Dienst sind Arbeitszeitkonten bereits sehr bekannt, in der Finanzbranche bisher weniger.
Ein Behördenarbeitsplatz: Im öffentlichen Dienst sind Arbeitszeitkonten bereits sehr bekannt, in der Finanzbranche bisher weniger. © dpa/picture alliance

Mehr als die Hälfte aller Beschäftigten in Deutschland nutzt auf der Arbeit ein Zeitwertkonto. Diese Zahl hat sich in den vergangenen 20 Jahren fast verdoppelt, wie eine aktuelle Studie zeigt. In der Finanzbranche rollt der Trend indes nur langsam an.

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Seit 1999 ist der Anteil der in Deutschland tätigen Menschen mit einem Arbeitszeitkonto um 21 Prozent auf 56 Prozent gestiegen. Die Zahl der Betriebe, die diese Modelle nutzen, hat sich auf 35 Prozent erhöht. Das zeigt eine aktuelle Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).

Bei Arbeitszeitkonten zahlen die Mitarbeiter Weihnachtsgeld, das 13. Gehalt oder deren Geldwert geleisteter Überstunden auf ein Konto ein, das verzinst wird. Sie können das gesparte Geld dann später dafür nutzen, um etwa bei voller Bezahlung eine Auszeit zu nehmen oder früher in Rente zu gehen. Mehr dazu erfahren Sie hier.

Welche Branchen nutzen die Konten?

Am häufigsten sind die Arbeitszeitkonten in der öffentlichen Verwaltung und Sozialversicherung zu finden (76 Prozent), wie die Studie zeigt. Darauf folgen Betriebe im Bereich Energie, Wasser, Abfall und Bergbau (59 Prozent) sowie im Bereich Produktionsgüter (54 Prozent). In der Finanz- und Versicherungsbranche liegt der bei nur 24 Prozent.

Laut der Untersuchung sind Langzeitkonten bisher eher weniger beliebt. Bei zwei von zehn Betrieben mit Arbeitszeiterfassung beträgt der Ausgleichszeitraum maximal ein halbes Jahr. Bei vier von zehn Betrieben müssen die Zeitguthaben oder -schulden innerhalb eines Zeitraums zwischen einem halben und einem Jahr ausgeglichen werden beziehungsweise darf an einem Stichtag ein bestimmter Wert nicht über- oder unterschritten werden. 

Ebenfalls vier von zehn Betrieben haben Arbeitszeitkonten ohne einen feststehenden Ausgleichszeitraum. So können Arbeitgeber den Arbeitseinsatz an kurzfristige Schwankungen der Auftragslage anpassen, erklären die IAB-Forscher Peter Ellguth, Hans-Dieter Gerner und Ines Zapf. Für die Beschäftigten sei dieses Modell vor allem gut, um Berufs- und Privatleben besser unter einen Hut zu kriegen. 

Nur 2 Prozent nutzen laut Studie separate Langzeitkonten. Die dort angesparte Zeit können Angestellte für längere Freistellungen nutzen. Am wenigsten nutzen die Betriebe indes Konten, die eine Verkürzung der Lebensarbeitszeit ermöglichen.

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