11
Assekuranz der Zukunft› zur Themenübersicht

Sparbuch für 1,1 Prozent? Deutsche überschätzen Rendite für kurzfristige Anlagen

Bringt oft nur noch Renditen im Cent-Bereich: Das Sparbuch.
Bringt oft nur noch Renditen im Cent-Bereich: Das Sparbuch. © dpa/picture alliance

Die Zeiten, in denen mit dem Sparbuch 1,1 Prozent Rendite im Jahr zu erwirtschaften waren, liegen schon ein Weilchen zurück – aus Sicht der Deutschen aber nicht. Laut einer aktuellen Umfrage überschätzen die Bundesbürger häufig die Renditen kurzfristiger Geldanlagen.

|  Drucken

Immerhin rund 12.000 Euro pro Kopf habe jeder Deutsche 2017 in Sparanlagen investiert – doch das Potenzial von verzinsten Anlagemöglichkeiten werde dabei von den Bundesbürgern übersehen, meint die „Aktion pro Aktie“ auf Basis einer in Auftrag gegebenen Studie mit dem Titel „Aktienkultur in Deutschland“.

Ein Grund dafür könnten die falschen Renditeerwartungen der Deutschen sein, mutmaßt das Bündnis, das aus den Direktbanken Comdirect Bank, Consorsbank und ING-Diba besteht und das sich nach eigenen Angaben „für eine bessere Aktienkultur in Deutschland“ stark macht.

Der Studie zufolge glauben die Menschen hierzulande, mit dem Sparbuch noch durchschnittlich 1,1 Prozent Rendite jährlich erwirtschaften zu können. Laut repräsentativem Index der unabhängigen Finanzberatung FMH liege der Zinssatz kurzfristiger Geldanlagen mit bis zu drei Monaten Kündigungsfrist aktuell aber bei 0,02 Prozent zu Ende April 2018, wie die Studienmacher berichten. 43 Prozent der Deutschen nutzen Sparbücher derzeit.

Beim Tagesgeld sieht es ähnlich aus: Mehr als ein Drittel der Sparer nutzt diese täglich kündbare Geldanlage. Die Renditeerwartung der Befragten beträgt 1,6 Prozent pro Jahr – laut FMH-Index sind es aber nur 0,11 Prozent zu Ende April 2018. Und selbst beim Girokonto rechnen die Deutschen laut Aktion pro Aktie mit 0,9 Prozent Zinsen jährlich, obwohl das Guthaben meist gar nicht verzinst wird.

Am meisten Rendite erhoffen sich die Deutschen durch den Erwerb von Immobilien – 4,4 Prozent jährlich erwarten sie sich vom „Betongold“. Aktienfonds stehen mit 3,5 Prozent auf den zweiten Platz. Trotz der besseren Renditeaussichten nutze jedoch nur jeder Fünfte diese Möglichkeit.

Einzelaktien sind im Anlageordner der Bundesbürger noch seltener vertreten: lediglich 12 Prozent trauen sich an diese Geldanlage heran. Und das, obwohl sie hier mit einer Rendite von 3,4 Prozent rechnen.

ETFs, also börsengehandelte Indexfonds, liegen bei der Ertragserwartung deutlich hinter Aktienfonds und Einzelaktien: Mit nur 2,0 Prozent Rendite jährlich wird hier gerechnet. In ETFs investieren 5 Prozent der Deutschen.

Warum Aktien hierzulande noch nicht allzu beliebt sind, lässt sich laut Studie hauptsächlich auf die Angst vorm Kapitalverlust zurückführen.

Blick in die Zukunft: IDD-lizensiertes Webinar zum Brexit
Werbung


Lars Heermann von Assekurata und Christian Nuschele, Vertriebschef von Standard Life, analysieren im Webinar kritisch die Herausforderungen, die der Brexit mit sich bringt.

Darüber hinaus wagen sie einen Blick in die Zukunft, verbunden mit einer Analyse, welche Produkte künftig im Niedrigzinsumfeld punkten können. Neben aktuellen Fakten für ihre Kundenberatung, erhalten Makler durch das Webinar auch IDD-relevante Weiterbildungszeit.

Am Mittwoch, 20. Februar 2019, um 15 Uhr

Jetzt anmelden!

Warum Multi-Asset-Fonds so beliebt sind
Werbung

Die Multi-Asset-Konzepte erfreuen sich nach wie vor ungebrochener Beliebtheit. Woran liegt das? Welche Vorteile bieten sie Anlegern? Und welche Rolle spielen bei den Multi-Asset-Fonds Themen wie Technologie, Industrie 4.0 und Nachhaltigkeit im Fondsuniversum?

Im Interview mit dem Wirtschaftsjournalisten Andreas Franik gibt Stephan Hoppe, Direktor Investment Strategie bei Standard Life, Antworten auf diese Fragen und eine Einschätzung für das Börsenjahr 2019.

Ausblick 2019: Wie wirkt sich der Brexit auf meine britische Lebensversicherung aus?
Werbung

Niedrige Zinsen, Kursschwankungen an den Aktienmärkten, regulatorische Änderungen und der sich nähernde Brexit haben das Jahr 2018 geprägt. Wie geht es weiter? Und welche Veränderungen erwarten britische Versicherer und ihre Kunden im deutschen Markt?

Das erklärt der Vertriebschef von Standard Life Deutschland, Christian Nuschele, im Gespräch mit dem Wirtschaftsmoderator Andreas Franik auf dem Parkett der Frankfurter Börse.

Aktienorientierte Altersvorsorge: Was bringen eigentlich Small Caps?
Werbung

Was genau sind sogenannte Small Caps? Und welche Vorteile bieten sie bei der aktienorientierten Altersvorsorge? Das verrät Michael Heidinger von Aberdeen Standard Investments. Hier geht es zum Interview mit Andreas Franik an der Börse Frankfurt.

Schutz der Kundengelder durch ein zuverlässiges Sicherheitsnetz
Werbung


Knapp 200 Jahre krisenfester Unternehmensgeschichte bezeugen, dass der Schutz und die Sicherheit der Kundengelder dem Lebensversicherer Standard Life sehr wichtig sind. Diese werden durch ein zuverlässiges Sicherheitsnetz gewährleistet – auch nach dem Brexit.

Erfahren Sie hier, wie das Sicherheitsnetz von Standard Life genau konzipiert ist und wie die einzelnen Sicherheitsmechanismen ineinandergreifen.

Die Zukunftspläne von Standard Life unter dem Dach der Phoenix Gruppe
Werbung

Seit September 2018 gehört Standard Life der Phoenix Gruppe an. Erfahren Sie im Interview mit Susan McInnes, Chefin von Standard Life und Gruppendirektorin, mehr über die Pläne von Standard Life nach der Übernahme durch den neuen Inhaber.