Die Politikerin Sabine Zimmermann forderte kürzlich eine Stärkung der gesetzlichen Rente. © picture alliance / Flashpic | Jens Krick
  • Von Juliana Demski
  • 05.01.2021 um 15:09
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Aktuellen Zahlen der Linksfraktion im Bundestag zufolge waren im vergangenen Jahr mehr als 1,2 Millionen Menschen ab 75 Jahren von Altersarmut gefährdet. Zum Vergleich: 2009 waren es noch weniger als halb so viele. Linkenpolitikerin Sabine Zimmermann befürchtet nun eine weitere Verschärfung der Lage durch die Corona-Pandemie.

Im Jahr 2019 befanden sich in Deutschland 1,2 Millionen Menschen ab 75 Jahren gefährlich dicht an der Armutsgrenze, wie kürzlich die Linksfraktion gegenüber der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ verriet. Zehn Jahre zuvor betraf dies noch rund 541.000 Menschen – und damit weniger als die Hälfte. Die Politiker beriefen sich auf Zahlen der EU-Statistikbehörde Eurostat.

Immerhin: Die Zahlen haben sich 2019 im Vergleich zum Vorjahr etwas verbessert. Laut der Zeitung waren 2018 noch rund 95.000 mehr Menschen dieser Altersgruppe von Armut bedroht.

Trotzdem warnte Sabine Zimmermann, Bundestagsabgeordnete und Sozialexpertin der Linken, gegenüber der Zeitung, die Corona-Krise würde die Situation vieler älterer Menschen erneut verschärfen. Die gesetzliche Rente müsse deshalb jetzt mehr denn je gestärkt werden, so der Appell der Linken-Politikerin. Konkret sollte es darum gehen, das Rentenniveau auf mindestens 53 Prozent anzuheben und eine solidarische Mindestrente einzuführen, die „ein Leben in Würde im Alter“ ermögliche, fordert Zimmermann.

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Juliana Demski

Juliana Demski ist Werksstudentin bei Pfefferminzia und unterstützt die Redaktion in der täglichen Berichterstattung.

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