Assekuranz der Zukunft› zur Themenübersicht

Interview mit DIA-Sprecher Klaus Morgenstern „Man darf Altersvorsorge nicht auf die Leibrente reduzieren“

DIA-Sprecher Klaus Morgenstern.
DIA-Sprecher Klaus Morgenstern. © DIA

Junge Menschen sollten möglichst früh mit der Kapitalbildung beginnen, meint Klaus Morgenstern, Sprecher des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA), im Interview mit Pfefferminzia. Darin betont er, dass Altersvorsorge über vielerlei Wege erfolgen könne.

| , aktualisiert am 14.12.2016 10:07  Drucken
Pfefferminzia: Jeder vierte junge Erwachsene von 18 bis 29 Jahren hat laut einer aktuellen Umfrage des Direktversicherers Cosmos Direkt bislang keine Vorsorge für das Alter getroffen. Ist das besorgniserregend oder eine durchaus nachvollziehbare Haltung, weil der Rentenbeginn für diese Menschen noch viele Jahrzehnte entfernt liegt?

Klaus Morgenstern: Sowohl das eine als auch das andere. Natürlich ist es verständlich, dass junge Erwachsene sich noch nicht mit dem in weiter Ferne liegenden Rentenalter beschäftigen. Aber sie verschenken damit ihren größten Vorteil, die lange Zeit, die ihnen bleibt, bis das angesparte Geld benötigt wird. Man muss in diesem Alter ja nicht unbedingt unmittelbar an Altersvorsorge denken, sondern eher allgemein an Kapitalbildung. So wird Sparen schon früh geübt.



Was sind die größten Vorteile für einen jungen Kunden, wenn er zugunsten einer privaten Altersvorsorge auf Konsum verzichtet?

Junge Kunden können mit volatileren, aber renditeträchtigeren Kapitalanlagen sparen, weil ihnen viel Zeit bis zu Verwendung bleibt und sie durchaus den einen oder anderen Börsenzyklus aussitzen können.

Ein langer Ansparprozess reduziert tendenziell das Anlagerisiko, zugleich fürchten viele junge Menschen finanziell unflexibel zu sein, wenn sie einen jahrzehntewährenden Sparvertrag eingehen. Inwieweit können Vorsorgeprodukte beiden Anforderungen gerecht werden?

Die Flexibilität hängt doch immer vom gewählten Sparvertrag ab. Inwiefern ist zum Beispiel der regelmäßige Erwerb von ETF-Anteilen unflexibel? Die Rate kann angepasst oder ausgesetzt werden, es kann auf das Kapital bei Bedarf zugegriffen werden. Man darf Altersvorsorge doch nicht auf die Produktform Leibrente reduzieren. Der Abschluss eines solchen Vertrages macht mit 22 Jahren sicherlich wenig Sinn. Aber ein Fondssparvertrag schon. Verrentet werden kann das Kapital später immer noch.


Altersvorsorge neu gedacht
Werbung

Das seit Jahren anhaltende Niedrigzinsumfeld verändert nachhaltig die private Altersvorsorge. Lohnen sich die als verstaubt geltenden Versicherungsprodukte überhaupt noch? Und wie können Sparer ihre Anlageziele optimal erreichen und ihr Langlebigkeitsrisiko absichern? Das erläutert Stephan Hoppe, Direktor Investmentstrategie bei Standard Life, im Interview.

Standard Life bleibt Standard Life
Werbung

Obwohl Standard Life jetzt offiziell der Phoenix Gruppe angehört, wird sich für die deutschen und österreichischen Vertriebspartner und Kunden des Versicherers in Zukunft nichts ändern.

Im Video-Interview spricht Susan McInnes, Vorstandsvorsitzende der Standard Life Versicherung, über ihre Pläne und die Details der strategischen Partnerschaft mit der Phoenix Gruppe.

Basisrente: Alleskönner unter den Vorsorgeprodukten
Werbung


Mit einer Basisrente steht Ihren Kunden ein Vorsorgeprodukt zur Verfügung, das unter anderem flexible (Zu)Zahlungen, Steuervorteile sowie Pfändungs- und Insolvenzschutz bietet.

Werfen Sie jetzt einen Blick auf Ihren Bestand und sprechen Sie Ihre Kunden auf die Basisrente an. Denn noch können die zum Produkt gehörenden Steuervorteile für das laufende Jahr ausgeschöpft werden.

Informieren Sie sich zudem über die fondsgebundene Basisrentenversicherung Maxxellence Invest von Standard Life. Neben 50 neuen Fonds wartet das Produkt mit vielen Zusatzoptionen auf. Jetzt mehr erfahren!

Fit für den Brexit: Alles rund um die „Part-VII-Übertragung“
Werbung


Seitdem der Brexit-Termin feststeht, hat Standard Life begonnen, die Weichen neu zu stellen und die Übertragung der deutschen und österreichischen Verträge auf seine schottische Tochtergesellschaft vorzubereiten.

Als Basis für die Übertragung wird ein rechtliches Verfahren, die sogenannte „Part-VII-Übertragung“, dienen. Lesen Sie hier mehr über die geplanten Schritte, die Regulierungsfragen und den voraussichtlichen Zeitplan.