Bundesarbeitsminister Hubertus Heil möchte die Erwerbsminderungsrente überarbeiten und plant beispielsweise eine Änderung bei der Zurechnungszeit. © dpa/picture alliance
  • Von Manila Klafack
  • 13.07.2018 um 10:25
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Hubertus Heil, SPD-Politiker und Bundesarbeitsminister, möchte die Erwerbsminderungsrente überarbeiten. So plant er Änderungen bei der Zurechnungszeit. Aber auch zur Beitragsobergrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung gibt es Neuigkeiten. Hier kommen die Details.

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) will die Bedingungen der Erwerbsminderungsrente verändern. Nach Informationen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) sieht der erste Rentenentwurf aus dem Bundesarbeitsministerium entsprechende Korrekturen vor.

Zum Beispiel soll die Zurechnungszeit erhöht werden. Bisher gilt, dass bei den Beziehern einer Erwerbsminderungsrente so getan wird, als ob sie bis zum Alter von 62 Jahren und 3 Monaten weitergearbeitet hätten. Diese Grenze soll nach dem Entwurf auf 65 Jahre und 8 Monate im Jahr 2019 erhöht werden. Bis 2031 soll sie schrittweise auf 67 Jahre ausgebaut werden. 170.000 Menschen sollen davon laut Bundesarbeitsministerium profitieren.

Außerdem soll dem RND-Bericht zufolge der Beitragssatz für die gesetzliche Rentenversicherung auf maximal 20 Prozent bis vorerst zum Jahr 2025 begrenzt werden. „Da die Stabilität des Systems der Altersvorsorge der ganzen Gesellschaft nutzt und daher eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist, übernimmt der Staat über einen erhöhten Zuschuss aus Steuern zusätzliche Verantwortung“, wird aus dem Entwurf zitiert.

Dazu soll ein „Demografiefonds“ entstehen, „der im Bundeshaushalt von 2021 bis 2024 mit jährlich 2 Milliarden Euro aufgebaut wird“. Damit solle die Beitragsobergrenze „auch im Fall unvorhergesehener Entwicklungen“ abgesichert werden.

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Manila Klafack

Manila Klafack ist Redakteurin bei Pfefferminzia. Nach Studium und redaktioneller Ausbildung verantwortete sie zuvor in verschiedenen mittelständischen Unternehmen den Bereich der Öffentlichkeitsarbeit.

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