Assekuranz der Zukunft› zur Themenübersicht

Makler verlieren an Kundenvertrauen

Sven Gábor Jánszky
Sven Gábor Jánszky

Ist es um die Zukunft der Versicherungsbranche gut bestellt? Dieser Frage gingen Trendforscher nach und untersuchten, wie sich gesellschaftliche Werte ändern, welche neuen Risikobereiche dadurch entstehen und mit welchen neuen Produkten die Versicherer darauf antworten können.

| , aktualisiert am 14.11.2014 16:46  Drucken

„Versicherungen sind aus einer Vorstellung entstanden, dass das Hab und Gut der Menschen durch die Unsicherheiten der Natur bedroht sind: Feuer, Wasser und Sturm. Doch die Lebenswelten der Kunden haben sich geändert", sagt Sven Gábor Jánszky, Leiter der Studie „Versicherungen 2020“ und Chef des Trendforschungsinstituts 2b Ahead ThinkTank. Zu den bekannten Unsicherheitsbereichen seien neue Bereiche mit erheblichem Geschäftspotenzial hinzugetreten, die bislang kaum mit Produktangeboten versehen seien. Jánszky: „Die Kunden empfinden neue Unsicherheiten in den Bereichen Bildung, Status, persönlicher Ruf, Daten sowie Mobilität.“

Aus diesen neuen Unsicherheiten entstünden für die Versicherungen automatisch neue Produktchancen, so der Trendforscher. „Wenn es stimmt, dass die gefühlte Unsicherheit in unserem Leben in den vergangenen Jahren gestiegen ist, dann haben Versicherungen ihren Job nicht gemacht. Sie haben es nicht geschafft, die neuen Unsicherheiten mit Rechenmodellen zu hinterlegen und damit zu berechenbaren Risiken zu machen“, sagt Jánszky.

Durch die Digitalisierung des Alltags verschiebe sich das Kundenvertrauen zunehmend. Einst waren es Marken, Makler und Vertreter, an die sich Kunden wandten. Heute vertrauten sie immer mehr digitalen Systemen, so die Studie weiter. Die Folge: Ein neuer Produktbereich – die sich anpassenden Versicherungsprodukte – entsteht. Diese Produkte erheben und analysieren fortlaufend Daten. So können sie sich automatisch auf den sich ändernden Bedarf jedes einzelnen Kunden einstellen. Allerdings würden Versicherer die neuen digitalen Ängste ihrer Kunden noch nicht angemessen in konkrete Versicherungsangebote umsetzen, lautet eine weitere Erkenntnis der Studienautoren.

Dabei erwarten die Experten, dass Datenschutz in Zukunft zum Luxusgut wird. Makler hätten hier die Chance, sich als vertrauenswürdige Instanz und Hüter der Daten zu positionieren. Sie lösten den Konflikt zwischen dem Wunsch nach Privatsphäre und der Notwendigkeit zur Preisgabe von persönlichen Informationen auf.

Für die Studie befragte das Institut 30 Innovationsentscheider, Strategiechefs und Zukunftsexperten. Die komplette Studie gibt es hier zum Download. Die Vorgängerstudie „Versicherungen 2020: Kunden, Makler, Changeprozesse“ finden Sie in der rechten Seite dieses Beitrages.

Altersvorsorge neu gedacht
Werbung

Das seit Jahren anhaltende Niedrigzinsumfeld verändert nachhaltig die private Altersvorsorge. Lohnen sich die als verstaubt geltenden Versicherungsprodukte überhaupt noch? Und wie können Sparer ihre Anlageziele optimal erreichen und ihr Langlebigkeitsrisiko absichern? Das erläutert Stephan Hoppe, Direktor Investmentstrategie bei Standard Life, im Interview.

Standard Life bleibt Standard Life
Werbung

Obwohl Standard Life jetzt offiziell der Phoenix Gruppe angehört, wird sich für die deutschen und österreichischen Vertriebspartner und Kunden des Versicherers in Zukunft nichts ändern.

Im Video-Interview spricht Susan McInnes, Vorstandsvorsitzende der Standard Life Versicherung, über ihre Pläne und die Details der strategischen Partnerschaft mit der Phoenix Gruppe.

Basisrente: Alleskönner unter den Vorsorgeprodukten
Werbung


Mit einer Basisrente steht Ihren Kunden ein Vorsorgeprodukt zur Verfügung, das unter anderem flexible (Zu)Zahlungen, Steuervorteile sowie Pfändungs- und Insolvenzschutz bietet.

Werfen Sie jetzt einen Blick auf Ihren Bestand und sprechen Sie Ihre Kunden auf die Basisrente an. Denn noch können die zum Produkt gehörenden Steuervorteile für das laufende Jahr ausgeschöpft werden.

Informieren Sie sich zudem über die fondsgebundene Basisrentenversicherung Maxxellence Invest von Standard Life. Neben 50 neuen Fonds wartet das Produkt mit vielen Zusatzoptionen auf. Jetzt mehr erfahren!

Fit für den Brexit: Alles rund um die „Part-VII-Übertragung“
Werbung


Seitdem der Brexit-Termin feststeht, hat Standard Life begonnen, die Weichen neu zu stellen und die Übertragung der deutschen und österreichischen Verträge auf seine schottische Tochtergesellschaft vorzubereiten.

Als Basis für die Übertragung wird ein rechtliches Verfahren, die sogenannte „Part-VII-Übertragung“, dienen. Lesen Sie hier mehr über die geplanten Schritte, die Regulierungsfragen und den voraussichtlichen Zeitplan.