11
Assekuranz der Zukunft› zur Themenübersicht

Vertriebswege-Survey Kein Durchmarsch für digitale Vertriebswege

Der Anteil der unabhängigen Vermittler im Leben-Neugeschäft bleibt mit einem Anteil von 26,3 Prozent stabil.
Der Anteil der unabhängigen Vermittler im Leben-Neugeschäft bleibt mit einem Anteil von 26,3 Prozent stabil. © Willis Towers Watson

Die klassischen Vertriebskanäle können ihren digitalen Wettbewerbern in der Personenversicherung trotzen. Das zeigen die Vertriebswege-Studien der Unternehmensberatung Willis Towers Watson zur Lebensversicherung und zur Privaten Krankenversicherung. Demnach ist der Bankvertrieb weiter der führende Vertriebsweg für Lebensversicherungsprodukte. Für die Makler sagen die Studienmacher einen Bedeutungsverlust voraus.

|  Drucken
Der Bankvertrieb hat seine Spitzenposition im Leben-Neugeschäft 2015 weiter ausbauen können. Laut Willis Towers Watson erreicht er einen Marktanteil von 30,4 Prozent. Die Ausschließlichkeitsorganisation (AO) ist dem Bankvertrieb mit 27,5 Prozent zwar dicht auf den Fersen, der Abstand hat sich jedoch gegenüber dem Vorjahr noch ein wenig vergrößert.



Der Anteil der unabhängigen Vermittler im Leben-Neugeschäft bleibt demnach mit einem Anteil von 26,3 Prozent stabil. Allerdings sinke „die erwartete Bedeutung der unabhängigen Vermittler seit einigen Jahren stetig“, teilen die Studienmacher mit.

Wachstumschancen sehen die befragten Versicherungsmanager bei Vergleichsportalen und im Direktvertrieb (Marktanteil: 5,4 Prozent) – zumindest auf ihr eigenes Unternehmen bezogen: 97 beziehungsweise 94 Prozent der Teilnehmer erwarten hier eine steigende oder zumindest gleichbleibende Bedeutung. „Als stabile Säulen schätzen die Befragten nach wie vor auch die AO und Banken ein“, berichten die Unternehmensberater.

Das Lebensversicherungsreformgesetz (LVRG) habe hingegen seine Wirkung bisher noch nicht entfalten können, meint Ulrich Wiesenewsky, Leiter Distribution Services bei Willis Towers Watson. „Viele Versicherer werden vermutlich noch weiter an ihren Vergütungssystemen arbeiten, da Provisionen und Courtagen weiter unter Druck geraten werden“, prognostiziert der Vertriebsexperte. Er rechnet zudem damit, dass „eine noch stärkere Verteilung über die Laufzeit eines Vertrages erfolgen wird“.

PKV stoppt Abwärtstrend

In der Privaten Krankenversicherung (PKV) stehen die Zeichen laut Studie auf Entspannung: Während die Lebensversicherer im vergangenen Jahr rund 6 Prozent weniger Neugeschäft gezeichnet haben, sei es der Privaten Krankenversicherung (PKV) gelungen, den Abwärtstrend der vergangenen Jahre zu stoppen. So hat sich das Neugeschäftsvolumen in der PKV 2015 „auf dem niedrigen Niveau von 2014 stabilisiert“. Damit konnte der negative Trend seit 2012 erstmalig gestoppt werden. Das Gesamtvolumen in der PKV liegt jedoch noch 40 Prozent unter dem Höchstwert von 2011.

Die Vertriebswegeanteile im PKV-Neugeschäft verschieben sich lediglich geringfügig im Vergleich zum Vorjahr: Weiterhin machen AO mit 48,1 Prozent und unabhängige Vermittler mit 33,5 Prozent den Markt größtenteils unter sich aus. In der Vollversicherung liegt der AO-Anteil mit 54,7 Prozent noch deutlich höher (unabhängige Vermittler: 36,8 Prozent). In der Zusatzversicherung konnten Direktvertrieb und Internet-Portale (11,2 Prozent) einen vergleichsweise deutlichen Zuwachs verzeichnen. Klassische Vertriebswege sind demnach „aktuell nicht in der Lage, mehr Zusatzversicherungen zu vermitteln“, resümieren die Berater.



Weiterhin machen AO mit 48,1 Prozent und unabhängige Vermittler mit 33,5 Prozent den Markt größtenteils unter sich aus.


Blick in die Zukunft: IDD-lizensiertes Webinar zum Brexit
Werbung


Lars Heermann von Assekurata und Christian Nuschele, Vertriebschef von Standard Life, analysieren im Webinar kritisch die Herausforderungen, die der Brexit mit sich bringt.

Darüber hinaus wagen sie einen Blick in die Zukunft, verbunden mit einer Analyse, welche Produkte künftig im Niedrigzinsumfeld punkten können. Neben aktuellen Fakten für ihre Kundenberatung, erhalten Makler durch das Webinar auch IDD-relevante Weiterbildungszeit.

Am Montag, 25. Februar, um 14 Uhr.

Jetzt anmelden!

Video-Talk zu Brexit-Maßnahmen britischer Versicherer
Werbung

Mit dem bevorstehenden Brexit hat die Standard Life sich entschieden das gesamte Versicherungsgeschäft in Irland anzusiedeln. Eine starke Wirtschaftslage und etablierter Versicherungsmarkt sprechen für den Standort. Zudem können Vermittler ihr Neugeschäft unverändert fortsetzen und alle Kunden weiter auf den gewohnten Service zurückgreifen.

Im Interview spricht Journalist Dr. Marc Surminski mit Lars Heermann, Bereichsleiter Analyse und Bewertung bei Assekurata, und Christian Nuschele, Head of Sales & Marketing bei Standard Life, über die konkreten Schritte.

Das ausführliche Gespräch können Sie unter diesem Link verfolgen.

Warum Multi-Asset-Fonds so beliebt sind
Werbung

Die Multi-Asset-Konzepte erfreuen sich nach wie vor ungebrochener Beliebtheit. Woran liegt das? Welche Vorteile bieten sie Anlegern? Und welche Rolle spielen bei den Multi-Asset-Fonds Themen wie Technologie, Industrie 4.0 und Nachhaltigkeit im Fondsuniversum?

Im Interview mit dem Wirtschaftsjournalisten Andreas Franik gibt Stephan Hoppe, Direktor Investment Strategie bei Standard Life, Antworten auf diese Fragen und eine Einschätzung für das Börsenjahr 2019.

Ausblick 2019: Wie wirkt sich der Brexit auf meine britische Lebensversicherung aus?
Werbung

Niedrige Zinsen, Kursschwankungen an den Aktienmärkten, regulatorische Änderungen und der sich nähernde Brexit haben das Jahr 2018 geprägt. Wie geht es weiter? Und welche Veränderungen erwarten britische Versicherer und ihre Kunden im deutschen Markt?

Das erklärt der Vertriebschef von Standard Life Deutschland, Christian Nuschele, im Gespräch mit dem Wirtschaftsmoderator Andreas Franik auf dem Parkett der Frankfurter Börse.

Aktienorientierte Altersvorsorge: Was bringen eigentlich Small Caps?
Werbung

Was genau sind sogenannte Small Caps? Und welche Vorteile bieten sie bei der aktienorientierten Altersvorsorge? Das verrät Michael Heidinger von Aberdeen Standard Investments. Hier geht es zum Interview mit Andreas Franik an der Börse Frankfurt.

Schutz der Kundengelder durch ein zuverlässiges Sicherheitsnetz
Werbung


Knapp 200 Jahre krisenfester Unternehmensgeschichte bezeugen, dass der Schutz und die Sicherheit der Kundengelder dem Lebensversicherer Standard Life sehr wichtig sind. Diese werden durch ein zuverlässiges Sicherheitsnetz gewährleistet – auch nach dem Brexit.

Erfahren Sie hier, wie das Sicherheitsnetz von Standard Life genau konzipiert ist und wie die einzelnen Sicherheitsmechanismen ineinandergreifen.