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Diese Haupt-Herausforderungen haben die Versicherer für sich ausgemacht. © KPMG
  • Von Redaktion
  • 22.09.2015 um 18:04
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lesedauer Lesedauer: ca. 01:15 Min

Digitalisierung ist ein Thema, an dem heute niemand mehr vorbei kommt. Das zumindest könnte man annehmen. Glaubt man jedoch einer aktuellen Studie, dann tun sich Versicherer damit schwer, Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln, die dem digitalen Trend entgegenkommen.

83 Prozent der Versicherer wissen, dass der Erfolg ihres Unternehmens von neuen Angeboten abhängt. Doch fast 79 Prozent sagen, dass sie bereits Mühe haben, mit den Anforderungen des Tagesgeschäfts Schritt zu halten. Auf dieses ernüchternde Ergebnis kommt eine Umfrage der Unternehmensberatung KPMG, für die die Analysten 280 Versicherer in 20 Länder befragt haben.

Demnach wollen sich die meisten Versicherer dem Thema Innovationen eher vorsichtig nähern. Das bedeutet, dass lediglich 6 Prozent völlig neue Produkte planen. Aber 57 Prozent der Unternehmen wollen lediglich ihre bestehende Produkt- und Dienstleistungspalette um neue Angebote erweitern.

Innovationswille ist zu klein

Dass sich Innovationen bei Versicherern schwer durchsetzen, habe offenbar strukturelle Ursachen, schreiben die Analysten von KPMG weiter. So gebe es gerade mal bei 47 Prozent der Versicherer eine konzernweite Innovationsstrategie. Geld für neue Ideen stellten zudem nur 39 Prozent der Unternehmen zur Verfügung. Und nur bei knapp jedem vierten Versicherer sei das Thema auf der obersten Führungsebene verankert.

Für KPMG-Versicherungsexperte Frank Ellenbürger ist der Innovationswille der Versicherer eindeutig zu klein. Er mahnt deshalb: „Die Branche muss umsteuern: weg von einer traditionell risikoaversen Unternehmenskultur hin zu einer Innovationskultur, die Experimente nicht nur gestattet, sondern fördert.“

Wie Versicherer neue Ideen finden wollen

In den vergangenen fünf Jahren haben 51 Prozent der Unternehmen ein eigenes Programm angestoßen, das Innovationsideen vorantreiben soll. 43 Prozent setzen auf Partnerschaften mit Universitäten und Forschungseinrichtungen. 48 Prozent der Versicherer sieht ihre Vertriebschance in der Analyse von Kundendaten.

Was den Bereich Datenanalyse angeht, hält KPMG fest, sei die Versicherungsbranche schon recht weit. Allerdings beziehe sich das vor allem auf öffentlich verfügbare Markt-Daten und weniger auf Kundendaten.

Hier gibt es die ganze Studie.

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