11
Assekuranz der Zukunft› zur Themenübersicht

Lebensversicherung Warum Bezugsberechtigte klar ausgewiesen sein sollten

Ein Hochzeitspaar inklusive Baby aus Stroh: Ein Brautvater aus Klein Lobke in der Nähe von Hannover hat die Kunstwerke für seine Tochter und ihre Familie geschaffen.
Ein Hochzeitspaar inklusive Baby aus Stroh: Ein Brautvater aus Klein Lobke in der Nähe von Hannover hat die Kunstwerke für seine Tochter und ihre Familie geschaffen. © dpa/picture alliance

Der Bezugsberechtigte gehört zu einem Versicherungsvertrag wie das Amen zur Kirche. Schließlich wird damit geregelt, wer im Versicherungsfall das Geld bekommt. Aber: Häufig passieren hier Fehler, die ärgerliche Folgen haben können.

| , aktualisiert am 08.09.2016 16:58  Drucken
Das Bezugsrecht definiert, wer im Versicherungsfall die Leistung von der Versicherung bekommt. Daher ist es besonders wichtig, dass diese Person klar festgelegt ist. Doch gerade hier passieren immer wieder Fehler, meint Mathias Zunk vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV).



„Es reicht schon eine ungenaue Formulierung wie zum Beispiel ‚die gesetzlichen Erben‘ oder der Verweis auf ein Testament“, sagt Zunk. „Das kann dann den Versicherer dazu veranlassen, auf eine Entscheidung eines Nachlassgerichtes zu warten, ehe er die Leistung ausgezahlt.“

Immer wieder komme es auch vor, dass jemand einen neuen Partner hat oder zum zweiten Mal heiratet. Kann dann der Bezugsberechtigte einfach so geändert werden? Das komme darauf an, meint Zunk. „Es gibt ein widerrufliches und ein unwiderrufliches Bezugsrecht. Letzteres kann nur mit Zustimmung Ihres Ex-Partners geändert werden“, so der Experte. Eine Bezugsrechtserklärung werde außerdem nur gültig, wenn der Versicherer sie vor Eintritt des Versicherungsfalls bekommen habe.

Wenn die Ex das Geld bekommt

Was aber, wenn man vergessen hat, etwa den neuen Ehepartner als Bezugsberechtigten aufzustellen? „Das kommt leider immer wieder vor“, meint Zunk. „Aber ohne eine entsprechende Mitteilung an den Versicherer ändert am ursprünglich erteilten Recht nichts.“ Heißt: Der oder die Ex bekommt dann das Geld.

Werbung


Und wie ist es mit der Steuer – müssen die Bezugsberechtigen einen Teil der Leistung aus der Lebensversicherung an den Fiskus abdrücken? Zunk: „Der Bezugsberechtigte erhält die Todesfall-Leistung aus der Versicherung aufgrund eines zu seinen Gunsten verfügten Bezugsrechts. Diese Leistung ist einkommensteuerfrei.“ An der Stelle immerhin Entwarnung – aber nur teilweise, denn Erbschaftsteuer fällt schon an.
Blick in die Zukunft: IDD-lizensiertes Webinar zum Brexit
Werbung


Lars Heermann von Assekurata und Christian Nuschele, Vertriebschef von Standard Life, analysieren im Webinar kritisch die Herausforderungen, die der Brexit mit sich bringt.

Darüber hinaus wagen sie einen Blick in die Zukunft, verbunden mit einer Analyse, welche Produkte künftig im Niedrigzinsumfeld punkten können. Neben aktuellen Fakten für ihre Kundenberatung, erhalten Makler durch das Webinar auch IDD-relevante Weiterbildungszeit.

Am Mittwoch, 20. Februar 2019, um 15 Uhr

Jetzt anmelden!

Warum Multi-Asset-Fonds so beliebt sind
Werbung

Die Multi-Asset-Konzepte erfreuen sich nach wie vor ungebrochener Beliebtheit. Woran liegt das? Welche Vorteile bieten sie Anlegern? Und welche Rolle spielen bei den Multi-Asset-Fonds Themen wie Technologie, Industrie 4.0 und Nachhaltigkeit im Fondsuniversum?

Im Interview mit dem Wirtschaftsjournalisten Andreas Franik gibt Stephan Hoppe, Direktor Investment Strategie bei Standard Life, Antworten auf diese Fragen und eine Einschätzung für das Börsenjahr 2019.

Ausblick 2019: Wie wirkt sich der Brexit auf meine britische Lebensversicherung aus?
Werbung

Niedrige Zinsen, Kursschwankungen an den Aktienmärkten, regulatorische Änderungen und der sich nähernde Brexit haben das Jahr 2018 geprägt. Wie geht es weiter? Und welche Veränderungen erwarten britische Versicherer und ihre Kunden im deutschen Markt?

Das erklärt der Vertriebschef von Standard Life Deutschland, Christian Nuschele, im Gespräch mit dem Wirtschaftsmoderator Andreas Franik auf dem Parkett der Frankfurter Börse.

Aktienorientierte Altersvorsorge: Was bringen eigentlich Small Caps?
Werbung

Was genau sind sogenannte Small Caps? Und welche Vorteile bieten sie bei der aktienorientierten Altersvorsorge? Das verrät Michael Heidinger von Aberdeen Standard Investments. Hier geht es zum Interview mit Andreas Franik an der Börse Frankfurt.

Schutz der Kundengelder durch ein zuverlässiges Sicherheitsnetz
Werbung


Knapp 200 Jahre krisenfester Unternehmensgeschichte bezeugen, dass der Schutz und die Sicherheit der Kundengelder dem Lebensversicherer Standard Life sehr wichtig sind. Diese werden durch ein zuverlässiges Sicherheitsnetz gewährleistet – auch nach dem Brexit.

Erfahren Sie hier, wie das Sicherheitsnetz von Standard Life genau konzipiert ist und wie die einzelnen Sicherheitsmechanismen ineinandergreifen.

Die Zukunftspläne von Standard Life unter dem Dach der Phoenix Gruppe
Werbung

Seit September 2018 gehört Standard Life der Phoenix Gruppe an. Erfahren Sie im Interview mit Susan McInnes, Chefin von Standard Life und Gruppendirektorin, mehr über die Pläne von Standard Life nach der Übernahme durch den neuen Inhaber.