Assekuranz der Zukunft› zur Themenübersicht

„Hinweise zum Versicherungsvertrieb“ Vermittlerverbände fordern Bafin zum Nachbessern auf

Das Gebäude der Bafin in Frankfurt am Main.
Das Gebäude der Bafin in Frankfurt am Main. © Bafin

Die Vermittlerverbände BVK und AfW haben sich nach mehrwöchiger Prüfung ein Bild zum Bafin-Rundschreiben „Hinweise zum Versicherungsvertrieb“ gemacht. Tenor: In weiten Teilen begrüßen die Verbände den Entwurf zur Neufassung des Versicherungsvertriebs – zugleich rufen sie die Bafin zum Nachbessern in einigen Punkten auf.

| , aktualisiert am 05.03.2018 12:22  Drucken

In seiner Stellungnahme mahnt der Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK) die Finanzaufsicht Bafin dazu das „Verhältnismäßigkeitsprinzip“ zu wahren. So dürfe es nach Ansicht des BVK „keine weitere Risiko- und Kostenverlagerung“ von Versicherungsunternehmen hin zu Versicherungsvermittlern geben. „Die Verhältnismäßigkeit muss auf allen Ebenen gewahrt bleiben“, fordert der Verband.

Um dies zu gewährleisten, macht sich der Verband für die seit 2007 bestehende Aufsichtslösung durch die Industrie- und Handelskammern stark, da sich diese bewährt habe. Entsprechend votiert der BVK gegen die im Koalitionsvertrag formulierte Forderung, die Bafin solle die Aufsicht über Finanzanlagenvermittler übertragen bekommen. „Stattdessen fordern wir eine ausdrückliche bundeseinheitliche Zuständigkeitslösung zugunsten der IHK-Organisation“, erklärt BVK-Präsident Michael Heinz.

Lobende Worte findet Heinz für die Tatsache, dass der Entwurf „kein Vergütungsmodell im Bereich der Lebensversicherung formuliert“. Vorgaben zur Höhe der Vergütung von Versicherungsvermittlern, würden nach Ansicht des BVK „einen unverhältnismäßigen ordnungspolitischen Eingriff in die unternehmerische Freiheit der Versicherungsvermittler bedeuten“. Alternativ regt Heinz an, bei den Verwaltungskosten der Versicherungsunternehmen anzusetzen.

AfW begrüßt Entwurf „in weiten Teilen“

Beim AfW Bundesverband Finanzdienstleistung begrüßt man den Entwurf „in weiten Teilen“. So würde der jetzige Entwurf die Unabhängigkeit des Versicherungsmaklers „zumindest als zur Kenntnis genommen darstellen“.

Gleichwohl sei der Zeitpunkt für die Konsultation „äußerst misslich“, befindet der AfW. Der Verband begründet das so: „Die Änderung des Rundschreibens soll erklärtermaßen zu einer einheitlichen Auslegung und Rechtsanwendung der neuen gesetzlichen Vorgaben im Zusammenhang mit der Umsetzung der Richtlinie (EU) 2016/97 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 20. Januar 2016 über Versicherungsvertrieb (IDD) in der Praxis beitragen. Nun tritt jedoch der größte Teil der damit verbundenen neuen Vorschriften bereits zum 23. Februar 2018 in Kraft.“

Insofern kämen die Hinweise der Bafin mit dem Rundschreiben zu spät, kritisiert der AfW. Anderseits sei die neue Versicherungsvermittlungsverordnung (VersVermV) bisher nur in einem Entwurf bekannt. Hierfür wiederum kämen die Hinweise der Bafin – soweit sie Themen aus der VersVermV betreffen, zu früh.

Eine ausführliche Stellungnahme stellen sowohl der AfW Bundesverband Finanzdienstleistung als auch der Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute auf ihren jeweiligen Webseiten zum Download zur Verfügung.  

Standard Life bleibt Standard Life
Werbung

Obwohl Standard Life jetzt offiziell der Phoenix Gruppe angehört, wird sich für die deutschen und österreichischen Vertriebspartner und Kunden des Versicherers in Zukunft nichts ändern.

Im Video-Interview spricht Susan McInnes, Vorstandsvorsitzende der Standard Life Versicherung, über ihre Pläne und die Details der strategischen Partnerschaft mit der Phoenix Gruppe.

Vorsorgen mal anders
Werbung

Wer spart, denkt oftmals an Tagesgeldkonten, Aktieninvestments oder gar Sparschweine. Doch man kann auch anders vorsorgen: indem man die eigene Person zur Marke macht. Das kann natürlich nicht jeder.

Lesen Sie hier wie Christiano Ronaldo es seit dem Kindheitsalter perfektioniert hat, in sich selbst zu investieren - und damit die beste Vorsorge für die eigene Zukunft zu treffen.

Offizielle Stellungnahme zu den Brexit-Plänen
Lohnlücke zwischen Frauen- und Männerfußball: Topgehälter versus Hungerlohn
Der GARS – Rückblick und Ausblick