Umfrage Deutsche beschäftigen sich zu spät mit Wohnsituation im Alter

Ein alter Mann vor einem Fenster im Altersheim: Die Deutschen machen sich zu spät Gedanken darüber, wo sie später einmal wohnen möchten.
Ein alter Mann vor einem Fenster im Altersheim: Die Deutschen machen sich zu spät Gedanken darüber, wo sie später einmal wohnen möchten. © dpa/picture alliance

Jeder dritte Deutsche über 40 hat sich noch nicht mit seiner Wohnsituation im Alter beschäftigt. 2014 war es noch jeder Achte. Gerade wegen des demografischen Wandels ist es aber wichtig, sich frühzeitig mit diesem Thema zu beschäftigen, zeigt eine repräsentative Umfrage von Thyssenkrupp.

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Deutschland wird immer älter. Trotzdem hat sich bisher nur jeder dritte über 40 Jahre alte Bundesbürger mit dem Thema Wohnsituation im Alter beschäftigt – 2014 war es noch jeder Achte. Nur 23 Prozent der Deutschen im Alter zwischen 40 und 49 Jahren haben sich bereits Gedanken dazu gemacht, so die Ergebnisse der repräsentativen Umfrage „Wohnen im Alter 2016“ von Thyssenkrupp. Und auch bei bereits Betroffenen ab 60 Jahren ist die Vorbereitung eher mau: Hier haben auch erst 59 Prozent entsprechende Vorkehrungen getroffen.

„Breite Aufklärung und Initiativen sind hier dringend notwendig. Denn jeder soll frei bestimmen können, wie und wo er im Rentenalter leben möchte: ob barrierefrei in den eigenen vier Wänden, in Mehrgenerationenhäusern oder beispielsweise im betreuten Wohnen“, sagt Markus Liesen, Geschäftsführer von Thyssenkrupp.



Gerade jetzt, zu Zeiten des demografischen Wandels, seien rechtzeitige Vorkehrungen wichtig. Zahlen des Statistischen Bundesamtes zeigten nämlich: 2060 stehen 100 Personen im Erwerbsalter 69 Menschen gegenüber, die dann älter als 65 Jahre sind.

Das ist einer der Gründe für das neue Pflegestärkungsgesetz, das 2017 in Kraft treten wird. Beispielsweise werden dann die bisherigen drei Pflegestufen durch fünf Pflegegrade ersetzt. (Wir berichteten). 54 Prozent der Deutschen haben von diesen Neuerungen allerdings noch nichts gehört und lassen sich dadurch einiges entgehen.

Denn: Unter bestimmten Voraussetzungen kann über die Pflegeversicherung ein Zuschuss beantragt werden. Dieser beträgt bis zu 4.000 Euro pro Person. Pflegebedürftige Ehepaare können sogar bis zu 8.000 Euro bekommen. „Darüber hinaus sind die Kosten für einen Treppenlift ungefähr so hoch wie drei Monate in einem Pflegeheim. Die Investition in die Barrierefreiheit der eigenen vier Wände lohnt sich also“, so Liesen.
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