Pfefferminzia Logo rgb
Thomas Schäfer (CDU), Finanzminister von Hessen, bei einer Sitzung im Landtag. © picture alliance/Andreas Arnold/dpa
  • Von Karen Schmidt
  • 15.11.2019 um 17:03
artikel drucken artikel drucken
lesedauer Lesedauer: ca. 01:15 Min

Es muss eine fixe Alternative zur Riester-Rente her. Das forderten der hessische Finanzminister, Thomas Schäfer (CDU), und Klaus Müller, Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverbands (VZBV) auf einer gemeinsamen Fachveranstaltung in Berlin. Beide warben dabei erneut für ihre jeweiligen Alternativkonzepte für eine staatlich geförderte Altersvorsorge. Hier kommen die Details.

Riester hat ausgedient, eine Alternative muss her. Einzahlen sollen die Beschäftigten dabei automatisch, es sei denn, sie widersprechen explizit. Die „öffentliche Hand“ soll das Produkt organisieren, Anlageform der Wahl sind Aktien. So in etwa lassen sich die Vorsorgekonzepte zusammenfassen, die der hessische Finanzminister Thomas Schäfer (CDU) und VZBV-Vorstand Klaus Müller für ein neues staatliches Standardprodukt jeweils ins Spiel bringen.

Deutschland-Rente heißt das hessische Produkt, Extrarente das verbraucherschutzorientierte – beide bewarben die jeweiligen Initiatoren jüngst auf einer gemeinsamen Veranstaltung in Berlin.

> Wie die Extrarente funktionieren soll, haben wir hier ausführlich berichtet

> Was es mit der Deutschland-Rente auf sich hat, haben wir hier erklärt

„Das Experiment, die zusätzliche Altersvorsorge in die Hände der Versicherungswirtschaft zu übergeben, ist gescheitert“, kritisiert VZBV-Mann Klaus Müller. „Die Verbraucherinnen und Verbraucher leiden unter teuren, unübersichtlichen und ineffizienten Produkten.“ Deutschland brauche endlich ein öffentlich-rechtlich organisiertes Standardprodukt, das ohne unnötige Kosten und Vermittlungsprovisionen auskomme, leicht verständlich sei und durch langfristige Anlagen am Kapitalmarkt gute Renditen abwerfe.

Thomas Schäfer stimmte dem zu: „Deutschland muss sich bei der zusätzlichen Altersvorsorge dringend neu aufstellen.“ Der demografische Wandel bringe die gesetzliche Rente an ihre Grenzen. „Ohne eine ergänzende kapitalgedeckte Altersvorsorge wird es nicht gehen. Fakt ist aber auch: Zusätzliche Altersvorsorge ist in Deutschland bislang kein Erfolgsmodell. Die Komplexität des Themas, aber auch etwa intransparente und teure Altersvorsorgeprodukte sind hierfür einige der Gründe.“ Deshalb müsse die Politik nun handeln und die Rente zukunftsfest machen. „ Es ist zwar löblich, dass im Koalitionsvertrag auf Bundesebene die Einführung eines Standardproduktes zur Altersvorsorge geplant ist. Daraus müssen nun endlich aber auch Taten folgen. Unsere Vorschläge liegen auf dem Tisch.“

autorAutorin
Karen

Karen Schmidt

Karen Schmidt ist seit Gründung von Pfefferminzia im Jahr 2013 Chefredakteurin des Mediums.

kommentare

Hinterlasse eine Antwort

Hinterlasse eine Antwort

Pfefferminzia Logo rgb
Suche
Close this search box.
Zuletzt hinzugefügt
Zuletzt hinzugefügt
„Schadenbearbeitung war immer wie ein Wurmfortsatz“
„Lass mal reden“ mit Sami Charaf Eddine (Claimflow)

„Schadenbearbeitung war immer wie ein Wurmfortsatz“

„Wie willst du denn 1 Million Versicherte individuell ansprechen?“
„Lass mal reden“ mit Ingo Gregus (Adesso Digitalagentur)

„Wie willst du denn 1 Million Versicherte individuell ansprechen?“

Zuletzt hinzugefügt
Vermittler müssen und wollen sich weiterbilden
AfW-Vermittlerbarometer: Nachhaltigkeit

Vermittler müssen und wollen sich weiterbilden

Die besten Maßnahmen, mit denen Versicherer Maklern helfen
OMGV Award für Maklerunterstützung 2023

Die besten Maßnahmen, mit denen Versicherer Maklern helfen

Zuletzt hinzugefügt
„In fünf Jahren sterben Online-Abschlussstrecken aus“
„Lass mal reden“ mit Ralf Pispers, Personal Business Machine (PBM)

„In fünf Jahren sterben Online-Abschlussstrecken aus“

„80.000 Impats pro Jahr könnten sich sofort privat versichern“
„Lass mal reden“ mit Kabil Azizi (Gothaer)

„80.000 Impats pro Jahr könnten sich sofort privat versichern“

Zuletzt hinzugefügt
„In fünf Jahren sterben Online-Abschlussstrecken aus“
„Lass mal reden“ mit Ralf Pispers, Personal Business Machine (PBM)

„In fünf Jahren sterben Online-Abschlussstrecken aus“

„Es gibt kaum Branchen, die eine höhere Verantwortung tragen“
Interview-Reihe 'Mit Vision – Auf dem Weg zum Unternehmer'

„Es gibt kaum Branchen, die eine höhere Verantwortung tragen“

Skip to content