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Die Schäden durch Hackerangriffe nehmen in Unternehmen zu. © picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Annette Riedl
  • Von Karen Schmidt
  • 12.06.2024 um 14:24
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lesedauer Lesedauer: ca. 01:05 Min

Gut jedes dritte Unternehmen hierzulande wurde in den vergangenen zwei Jahren Opfer einer Cyberattacke. Das belastet die Firmen immer mehr, denn die Schadensumme ist gestiegen. Für den Absatz von Cyberversicherungen könnte das positiv sein.

35 Prozent der deutschen Unternehmen sind in den vergangenen zwei Jahren Opfer von Hackern geworden. Bei 57 Prozent ist die Gesamtschadenssumme gestiegen. Das hat die KPMG-Studie „e-Crime in der Deutschen Wirtschaft 2024“ ergeben.

Mittlerweile schätzen 67 Prozent der Befragten das Risiko, Opfer von Computerkriminalität zu werden, als hoch oder sehr hoch ein. 2022 waren es noch 61 Prozent, 2019 erst 51 Prozent. Darüber hinaus gehen 65 Prozent der Unternehmen davon aus, dass das Risiko in den nächsten zwei Jahren steigen wird.

„Cyberkriminalität bleibt bei deutschen Unternehmen eine allgegenwärtige Bedrohung. Die Zahl der Angriffe ist weiter hoch und gleichzeitig steigen die verursachten Kosten“, sagt Michael Sauermann, Head of Forensic Technology Germany & EMA bei KPMG. Es reiche daher nicht, sich der Gefahr nur bewusst zu sein. „Entscheider sollten jetzt vor allem Maßnahmen ergreifen, um sich zu schützen“, rät Sauermann.

Laut Studie sind betroffene Unternehmen am häufigsten Opfer von Phishing (53 Prozent), Attacken auf Cloud-Services (42 Prozent) und Datenlecks (37 Prozent). Hacker richten ihre Angriffe am häufigsten gegen Mailserver (39 Prozent) und Webserver (36 Prozent). Dabei nutzen sie auch Dienstleister der Unternehmen als Einfallstor für ihre kriminellen Handlungen. Mehr als die Hälfte (54 Prozent) der betroffenen Unternehmen erlebte Angriffe auf ihre eigenen Daten über die technische Infrastruktur von Dienstleistern.

Die begehrteste Beute der Cyberkriminellen sind Kundendaten (47 Prozent), Bank- und Finanzdaten des Unternehmens (42 Prozent) sowie Personaldaten (37 Prozent).

66 Prozent der Firmen sehen ein mangelndes Sicherheitsverständnis ihrer Mitarbeitenden als großes Risiko für Cybercrime. 74 Prozent setzen deshalb auf Schulungen, um ihre Belegschaft zu sensibilisieren.

Um sich gegen die finanziellen Folgen von Hackerangriffen abzusichern, setzen Unternehmen zunehmend auch auf Cyberversicherungen. 40 Prozent der befragten Unternehmen haben bereits eine solche Versicherung abgeschlossen, weitere 42 Prozent prüfen deren Abschluss.

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Karen Schmidt

Karen Schmidt ist seit Gründung von Pfefferminzia im Jahr 2013 Chefredakteurin des Mediums.

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