Altersvorsorge Basisrente – wie sie funktioniert und wer profitiert

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Die Basisrente, auch Rürup-Rente genannt, ist nicht unumstritten. Dabei gibt es bestimmte Personen, die von dem staatlich geförderten Konzept profitieren können. Wer das ist und wie es mit der Förderung klappt, lesen Sie hier.

| , aktualisiert am 20.03.2019 10:43  Drucken

Die fondsgebundene Basisrente

Wer will, kann zudem Fonds in seiner Altersvorsorge einsetzen und die Niedrigzinsphase austricksen. Sowohl als fondsgebundene Rentenversicherung als auch als Fondssparplan lässt sich die Basisrente abschließen.

Dazu hat das IVFP ebenfalls ein Beispiel parat: „Spart etwa ein 35-jähriger Mann mit einem Einkommen von 40.000 Euro regelmäßig 100 Euro monatlich bis zum Rentenbeginn in einer fondsgebundenen Basisrente an, so kann er mit einer Rendite von etwa 4,0 Prozent nach Förderung, Kosten und Besteuerung rechnen. Ein alternatives Investmentprodukt müsste 5,6 Prozent vor Abgeltungsteuer erzielen, um die gleiche Rendite nach Abzug der Abgeltungsteuer zu erwirtschaften.“ 

Wer profitiert – und warum?

Das höhere vom Staat geförderte Volumen ist ein Vorteil, den besonders Gutverdiener mit einem höheren Steuersatz ausnutzen können. Auch Menschen, die bereits ihren 50. Geburtstag hinter sich haben und in der Altersvorsorge nochmal richtig Gas geben wollen, können sich einen Vorteil bei Rürup zunutze machen: Die steuerliche Abzugsfähigkeit der Beiträge liegt für diese Altersgruppe in den kommenden Jahren über dem späteren Besteuerungsanteil der Rente.  

Dazu eine Liste von IVFP-Beispielen, bei denen es um einen 58-Jährigen mit fünf Beitragsjahren und Rentenbeginn mit 63 Jahren geht

  • Jahr 2019: 88 Prozent abzugsfähig
  • Jahr 2020: 90 Prozent abzugsfähig
  • Jahr 2021: 92 Prozent abzugsfähig
  • Jahr 2022: 94 Prozent abzugsfähig
  • Jahr 2023: 96 Prozent abzugsfähig 

Das heißt: Im Durchschnitt liegt der abzugsfähige Prozentsatz bei 92 Prozent. Beginnt im Jahr 2024 die Rentenauszahlung, so liegt der steuerpflichtige Anteil der Rente hingegen nur bei 84 Prozent – das macht ein Steuerplus von 8 Prozent. Bei einem Beitrag von 15.000 Euro jährlich ergebe sich, so das IVFP, eine Nachsteuerrendite von 4,09 Prozent über die gesamte Anspar- und Leistungsphase. 

Ein weiterer Vorteil für die Generation 50plus: Hier verfügen die Menschen meist über mehr Geld als noch in jüngeren Jahren, wodurch sie sich mit höheren Beiträgen in einer kürzeren Zeit viel erreichen können. 

Auch Frauen können zu den Profiteuren der Basisrente zählen. Denn während Männer meist schnell Ansprüche aus anderen Versorgungswegen, zum Beispiel der bAV, einem Versorgungswerk oder der gesetzlichen Rentenversicherung haben, weisen viele Frauen noch Lücken in ihren Erwerbsbiografien auf – dank Kindererziehung und Co. Hier kann man sich den Familienausgleich zunutze machen. Zudem haben Frauen statistisch gesehen eine höhere Lebenserwartung, was ihnen in der Basisrente zugutekommt. 

Das IVFP-Beispiel für diesen Fall:  

„Investiert ein Ehepaar zehn Jahre lang jeweils 12.000 Euro jährlich in eine auf die Frau abgeschlossene klassische Basisrente, so kann es mit einer Rendite von knapp 3,96 Prozent nach Förderung, Kosten und Besteuerung rechnen. Um die gleiche Rendite zum Beispiel mit einer Anleihe zu erzielen, müsste diese vor Abgeltungsteuer eine Rendite von etwa 5,5 Prozent erzielen.“

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