Canada-Life-Studie

Deutsche setzen trotz Krisen weiter auf Aktienmärkte

Migration, Krieg, Lebenshaltungskosten – die Sorgen der Deutschen sind vielfältig. Doch eine neue Canada-Life-Umfrage zeigt auch: Die Mehrheit glaubt weiterhin daran, dass sich die Aktienmärkte wieder erholen. Was Berater jetzt über das Vertrauen ihrer Kunden in die Kapitalmärkte und den Stellenwert der Rentenreform wissen sollten.
Anlegerin schaut sich Börsenkurse an: Die Mehrheit der Deutschen glauben daran, dass sich die Aktienmärkte wieder erholen.
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Anlegerin schaut sich Börsenkurse an: Die Mehrheit der Deutschen glauben daran, dass sich die Aktienmärkte wieder erholen.

Aktuell erholen sich die Aktienmärkte von den jüngsten Zollstreitigkeiten. Trotz multipler Krisenherde bleiben viele Menschen in Deutschland langfristig optimistisch, was die Renditen der Kapitalmärkte betrifft. Das zeigt eine aktuelle repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag von Canada Life.

Für die Studie haben die Tester im April 2025 insgesamt 5.000 Bundesbürgerinnen und Bundesbürger ab 18 Jahren online befragt. 73 Prozent der Befragten erwarten, dass sich die Aktienmärkte erholen – ähnlich wie bei einer vergleichbaren Erhebung im Jahr 2022.

Ganze 41 Prozent stimmen dieser Aussage sogar eindeutig zu. 32 Prozent stimmen eher zu. Nur 11 Prozent der Befragten stimmen eher nicht oder gar nicht zu. Zum Vergleich: 2022 waren es mit etwa 72 Prozent ähnlich viele Menschen, die davon ausgingen, dass sich die Börsenkurse erholen oder dass sie steigen werden.

„Verbraucher haben ein zunehmend gefestigtes Verständnis für den renditeorientierten Kapitalaufbau entwickelt. Diese positive Grundhaltung können Finanz- und Versicherungsberater gezielt nutzen“, kommentiert Igor Radovic, Vorstand bei Canada Life.

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Sorgen um Migration, Krieg und Lebenshaltungskosten dominieren

Die Neuauflage der Studie zeigt jedoch auch: Die Themen, die die Bevölkerung bewegen, sind heute breiter gefächert als noch vor drei Jahren. Damals stand der Ukraine-Krieg im Zentrum der Besorgnis. Heute dominieren die folgenden drei Schwerpunkte:

  • Migration (53 Prozent)

  • kriegerische Konflikte in Europa (52 Prozent)

  • steigende Lebenshaltungskosten (49 Prozent)

Auch der Aufstieg radikaler politischer Gruppen (42 Prozent) bereitet vielen Sorgen. In der Folge sehen viele Befragte Handlungsbedarf bei der Bundesregierung – vor allem bei der Migrationspolitik (56 Prozent), inneren Sicherheit (43 Prozent) und Verteidigungsfähigkeit (41 Prozent).

Rentenreform hat geringe Priorität

Interessanter Befund für die Versicherungsbranche: Die Rentenreform landet mit nur 21 Prozent auf Platz 6 der politischen Prioritätenliste. In der Vorgängerstudie sprachen sich noch 22 Prozent der Teilnehmenden dafür aus, der Rentenreform Priorität einzuräumen.

Für Radovic ein klarer Hinweis: „Die niedrige Priorität der Rentenpolitik und das anhaltende Vertrauen in die Märkte zeigen, dass Versicherer das Potenzial der privaten Altersvorsorge stärker nutzen sollten.“

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Autorin

Barbara Bocks ist seit 2011 als Journalistin im Wirtschafts- und Finanzbereich unterwegs. Von Juli 2024 bis Dezember 2025 war sie als Redakteurin bei der Pfefferminzia Medien GmbH angestellt.

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