Schon im Mai

Krankenkassen bekommen Finanzspritze von 800 Millionen Euro

Den Krankenkassen geht es finanziell schlecht. Dramatisch schlecht, wie nun auch die neue Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) anerkannt hat. Daher soll nun schon im Mai gegengesteuert werden – und zwar mit einer Finanzspritze vom Staat in Höhe von 800 Millionen Euro.
Die neue Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) mit ihrem Amtsvorgänger Karl Lauterbach (SPD): Die Krankenkassen stecken aktuell in finanziellen Schwierigkeiten.
© picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Ebrahim Noroozi
Die neue Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) mit ihrem Amtsvorgänger Karl Lauterbach (SPD): Die Krankenkassen stecken aktuell in finanziellen Schwierigkeiten.

Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) ächzt unter finanziellen Belastungen. Jüngst warnte die Chefin des GKV-Spitzenverbandes, Doris Pfeiffer, vor explodierenden Zusatzbeiträgen, falls nicht sehr bald etwas geschehe (wir berichteten).

Die neue Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) hat die Lage nun gesichtet und ist zum Schluss gekommen, dass die Lage dramatischer sei als angenommen. Das sagte sie gegenüber dem „Handelsblatt“. Man habe sich daher mit dem Finanzministerium unter Lars Klingbeil (SPD) geeinigt, kurzfristig eine Finanzspritze ins System zu geben, um die Lage zu entschärfen.

800 Millionen Euro sollen nun Mitte Mai fließen und die Liquiditätsreserve des Gesundheitsfonds auffüllen. Diese Reserve hatte nämlich zuletzt eine vorgegebene Mindestmarke gerissen und unterschritten. Ein „erster Warnschuss“ so Warken, die feststellte, dass sie ein System mit „tiefroten Zahlen“ übernehme.

Die Liquiditätsreserve des Fonds muss mindestens 20 Prozent der durchschnittlichen Monatsausgaben betragen. Wie die GKV-Spitzenverbands-Chefin Pfeiffer mitteilte, liege man aktuell bei nur noch 7 Prozent.

 

Mehr zum Thema

Cyberversicherung soll zum Makler-Standardprodukt werden

Rund 72 Prozent der deutschen Unternehmen waren schon einmal Ziel eines Cyber-Angriffs. Das geht aus…

Mehrheit will persönliche Beratung bei der Altersvorsorge

Die große Mehrheit der Bevölkerung setzt bei der Altersvorsorge auf den persönlichen Kontakt mit einem…

Warum du als Vermittler zu wenig Geld verdienst

Wenn dein Einkommen hinter deinen Möglichkeiten bleibt, liegt das oft nicht am Markt, nicht an…

Autorin

Karen

Schmidt

Karen Schmidt ist seit Gründung von Pfefferminzia im Jahr 2013 Chefredakteurin des Mediums.

Teilen:
Nicht verpassen!

Pfefferminzia.pro

Eine Plattform, die liefert: aktuelle Informationen, praktische Services und einen einzigartigen Content-Creator für Ihre Kundenkommunikation. Alles, was Ihren Vertriebsalltag leichter macht. Mit nur einem Login.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert