Drei-Säulen-Modell

Mehrheit fühlt sich gut abgesichert

Eine Umfrage der Union Investment zeigt, dass sich die Deutschen durchaus gut vorbereitet fühlen für das Alter. Der Vorsorgemix von gesetzlicher, betrieblicher und vor allem privater Rente trägt zu dieser Einschätzung bei.
© Union Investment
Hans Joachim Reinke steht seit 1. Juli 2010 als Vorstandsvorsitzender an der Spitze der gesamten Union Investment Gruppe.

Auch wenn aktuell viel über die Altersvorsorge diskutiert wird: Die Mehrheit der Deutschen (54 Prozent) fühlt sich durch das Drei-Säulen-Modell aus gesetzlicher, betrieblicher und privater Rente gut bis sehr gut abgesichert. Nur eine Minderheit von 11 Prozent fühlt sich nicht ausreichend versorgt.

Dabei zeigen die Ergebnisse des aktuellen Anlegerbarometers der Fondsgesellschaft Union Investment, dass insbesondere jüngere Menschen etwas skeptischer sind: Trotzdem sind immer noch 43 Prozent der Befragten unter 30 Jahren der Meinung, durch die drei Säulen im Alter gut oder sehr gut versorgt zu sein.

Für Hans Joachim Reinke, Vorstandsvorsitzender von Union Investment, belegen die Zahlen, dass das bestehende Modell nicht nur akzeptiert, sondern auch wertgeschätzt werde. „Um die Altersvorsorge weiterzuentwickeln, sollten Veränderungen eher im System als am System vorgenommen werden“, sagt er.

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Beim Anlegerbarometer werden explizit die Menschen befragt, die über die Finanzen einer Familie entscheiden. Dass diese dem bestehenden System trotz der öffentlichen Diskussion noch so großes Vertrauen entgegenbringen, sei positiv zu bewerten.

Die höchsten Zustimmungswerte bekommt dabei die private Altersvorsorge: 52 Prozent der Befragten fühlen sich durch sie gut bis sehr gut abgesichert. Auf Platz zwei rangiert die betriebliche Altersvorsorge. Hier halten 46 Prozent der Befragten den Grad der Versorgung für gut und sehr gut.

Am niedrigsten fallen die Werte bei der gesetzlichen Rente aus. Hier finden nur 13 Prozent der Umfrageteilnehmer, dass sie gut oder sehr gut abgesichert sind.

Die jüngsten Signale aus der Politik, wonach die private Vorsorge gestärkt werden soll, begrüßt Reinke. Er fordert eine Weiterentwicklung der Riester-Rente, damit sie für weitere Bevölkerungskreise attraktiver wird. „Es würden sich noch mehr Menschen für die Riester-Rente entscheiden, wenn sie nicht auf die Grundsicherung angerechnet, die Fördergrenzen und Zulagenhöhen dynamisiert und der Kreis der Berechtigten ausgebaut wird.“

Zudem regt Reinke an, dass Deutschland dem Beispiel anderer Länder folgen und die private Vorsorge mit steuerlichen Anreizen attraktiver machen sollte.

Jeder Zweite setzt auf Riester

Bereits aktiv geworden sind 80 Prozent der Befragten. Sie geben an, schon privat vorgesorgt zu haben. Dabei setzt jeder Zweite auf die Riester-Rente. Ähnlich weit verbreitet ist die betriebliche Altersvorsorge. 54 Prozent der Befragten geben an, auf diese Weise für ihr Alter vorzusorgen.

Kritik äußern die Besitzer dieser Rentenform daran, dass es bei einem Wechsel des Arbeitsplatzes für den neuen Arbeitgeber nicht verpflichtend ist, bestehende Verträge zu übernehmen. 56 Prozent finden diese Vorgehensweise nicht richtig.

Gleicher Zugang für alle

Wenig Anstoß nehmen die Umfrageteilnehmer hingegen an der Tatsache, dass in der Regel die Arbeitgeber die Art der betrieblichen Altersversorgung vorgeben. 69 Prozent der Befragten stört dies nicht.

„An dieser Stelle ist es wichtig, künftig allen Anbietern den gleichen Zugang zum Markt zu verschaffen. So könnten Sparer aus einem breit angelegten Angebot die für sie passenden Lösungen auswählen und müssten ihre Anlagemöglichkeiten nicht beschränken“, fordert der Vorstandsvorsitzende von Union Investment.

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