Zwei Jahre nach Großrazzia Anklage gegen S&K-Chefs steht

Februar 2013: Razzia bei S&K.
Februar 2013: Razzia bei S&K. © Getty Images

Vor zwei Jahren sorgte die Immobiliengesellschaft S&K für einen Skandal: Die Gründer sollen die Anleger-Gelder für ihr luxuriöses Leben verwendet haben. Nun ist die Anklage fertig.

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Die Anklage gegen die Immobiliengruppe S&K steht, berichtet die Bild-Zeitung. Demnach gehen Justizkreise davon aus, dass die Anklageschrift noch im Januar bei der Staatsanwaltschaft Frankfurt/Main eintrifft. Stephan Schäfer und Jonas Köller, die Gründer der Immobiliengesellschaft, sollen Anleger-Gelder in Höhe von rund 200 Millionen Euro veruntreut haben.

Im Februar 2013 führten 1.200 Polizisten und 15 Staatsanwälte eine bundesweite Großrazzia um die Frankfurter Firmengruppe durch. Damals nahmen sie sechs Hauptverdächtige im Alter zwischen 33 und 70 Jahren fest. Sie sollen ein Schneeballsystem aufgebaut haben, bei dem sie Anleger mit Schrott-Immobilien betrogen. Den Schaden schätzte die Staatsanwaltschaft damals auf einen dreistelligen Millionenbereich. Später berichteten Medien über einen Schaden von 200 Millionen Euro. Zwei Monate nach der Großrazzia meldeten alle S&K-Fonds Insolvenz an. Anleger hatten insgesamt mehr als 105 Millionen Euro in die Produkte gesteckt. Mit diesem Geld sollen die Verantwortlichen ihren luxuriösen Lebensstil finanziert haben.
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