Zusatzbeitrag von über 50 Euro monatlich? Experten rechnen mit Verdopplung des Zusatzbeitrags in der GKV

Eine Ärztin operiert einen Patienten, und das hat seinen Preis: Unser Gesundheitssystem wird in Zukunft wohl noch teurer.
Eine Ärztin operiert einen Patienten, und das hat seinen Preis: Unser Gesundheitssystem wird in Zukunft wohl noch teurer. © Getty Images

Die Zusatzbeiträge der Krankenkassen werden sich in den nächsten vier Jahren mehr als verdoppeln, glauben Experten. Pro Monat könnte er für einen Durchschnittsverdiener dann 50 Euro betragen.

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Gesetzlich Krankenversicherte müssen bald vielleicht erheblich höhere Zusatzbeiträge zahlen. Jürgen Wasem, Professor für Medizinmanagement an der Uni Duisburg, hat ausgerechnet, dass sich der Zusatzbeitrag der Krankenkassen allein in den nächsten vier Jahren mehr als verdoppeln könnte. Das berichtet der Spiegel.



Der Grund dafür ist die Finanzierungsstruktur der Krankenkassen. So erhalten sie pro Versichertem Zuweisungen aus dem Gesundheitsfonds. Da aber die Gesundheitskosten so stark steigen, reicht dieses Geld nicht mehr. Es fehlen jetzt laut Wasems Rechnungen bereits 14,4 Milliarden Euro. Im Jahre 2020 sollen es 36,7 Milliarden Euro sein. Um das auszugleichen müssen die Mitglieder also höhere Zusatzbeiträge zahlen.

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Von momentan 1,1 auf 2,4 Prozent sollen die Zusatzbeiträge in vier Jahren steigen. Liegt der Zusatzbeitrag bei einem Durchschnittsverdiener mit 1.960 Euro Einkommen derzeit also noch bei 21,76 Euro monatlich, könnten es 2020 rund 54,74 Euro sein, bei einem durchschnittlichen Einkommen von dann 2.261 Euro.
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