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Zukunftstag-Referent Peter Schmidt „Das Unwohlsein löst sich auf, wenn sich der Makler nach Lösungen umsieht“

Peter Schmidt ist Unternehmensberater und Geschäftsführer von Consulting & Coaching in Berlin.
Peter Schmidt ist Unternehmensberater und Geschäftsführer von Consulting & Coaching in Berlin. © C&C

Ein nachhaltiges Geschäftsmodell ohne Abhängigkeit von Abschlusscourtagen zu entwickeln – das sollte das Ziel eines jeden Maklers sein. Davon ist Unternehmensberater Peter Schmidt überzeugt. Im Interview erläutert der Referent des Zukunftstages für Versicherungsprofis, wie Makler die Kundenzufriedenheit und den Wert ihres Unternehmens steigern können.

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Pfefferminzia: Veranstaltungsformate für Makler gibt es viele – warum freuen Sie sich auf den „Zukunftstag für Versicherungsprofis“?

Peter Schmidt: Nach meinem Eindruck haben persönliche Treffen von Maklern mit Experten oder auch Vertretern von Versicherungsgesellschaften wieder einen besonderen Reiz gewonnen. Ich sehe dafür vor allem zwei Gründe: In der sich rasant entwickelnden digitalen Welt zwischen Social Media, Online-Schulungen und immer schnellerer Kommunikation über Apps und Tools geht das Menschliche ein Stück verloren. Wir sind aber soziale Wesen und brauchen für die Meinungs- und Vertrauensbildung den persönlichen Eindruck, damit die Chemie zwischen uns Vertretern der Branche stimmt.

Grund zwei: Die Branche hat schon früher Wellen der Veränderung gekannt. Diese kamen aber alle zwei oder drei Jahre. Nun haben wir in jedem Jahr mehrere Wellen der Veränderung. Und in diesem Wellenbad, oder sollte ich sagen Strudel, braucht der Mensch Orientierung für die Zukunft. Und diese Orientierung holt man sich bei Treffen wie dem Zukunftstag für Makler. Hier kann man im persönlichen Austausch zwischen Referenten und Teilnehmern den Kompass neu justieren.

Courtage-Kürzungen, Robo-Berater allerorten und verschärfte Regeln – der Blick hinaus in die aktuelle Presse-Landschaft scheint für Makler keine guten Aussichten zu verheißen. Oder ist das eine verzerrte Sicht?

Veränderungen erzeugen immer bei einem Teil der Betroffenen Anzeichen von Depression oder Ängste. Das Unbekannte wird immer mit Argwohn betrachtet. Aber das Unwohlsein löst sich auf, wenn sich der Mensch beziehungsweise der Makler nach Lösungen umsieht, Konzepte entwickelt und sich auch von den Veränderungen begeistern lässt. Ängste vor Courtagekürzungen hat nur der Makler, der in den vergangenen Jahren die Zeichen der Zeit nicht erkannt und sein Geschäftsmodell umgestellt hat.

Bereits mit Stufe 1 des Lebensversicherungsreformgesetzes (LVRG) habe ich bei Beratungen von Maklern neue Möglichkeiten dargelegt, wie ich es ja auch Monat für Monat als Kolumnist für Pfefferminzia tue, die es dem Makler ermöglichen, ein Geschäftsmodell ohne Abhängigkeit von Abschlusscourtagen nachhaltig zu entwickeln. Dies gilt auch für die Roboter-Beratung. Natürlich nutzen Fin- und Insurtechs die Chance, Standardprozesse bei Versicherungen und Banken zu algorithmisieren und damit zu automatisieren. Aber diese Chancen können Makler entweder selbst nutzen oder ein Konzept erstellen, was sich ganz bewusst von den (F)in(sur)techs unterscheidet. Makler als Unternehmer sind also in der Modifikation der eigenen Strategie gefordert. Wie nutze ich die Möglichkeiten der Digitalisierung von Prozessen oder wie unterscheide ich mich im neuen Markt des Versicherungsverkaufs?

Was sollten die anwesenden Makler im Idealfall aus Ihrem Vortrag mitnehmen?

Den Teilnehmer des Zukunftstages möchte ich mit praktischen Hinweisen aus unserer Beratungstätigkeit erläutern, welche Zusammenhänge von Modernisierung der Beratung und Verwaltung der Kunden und der Steigerung des Wertes des eigenen Unternehmens gibt. Wert und Preis eines Unternehmens werden auch in der Maklerschaft nicht erst ab der Altersgruppe 60 plus interessant. Expansion über Beteiligungen, Wachstum durch Kooperationen und Grundsatzentscheidungen für mehr Zeit für Beratungen durch effektivere Verwaltung sind Möglichkeiten, die sich der Makler erarbeiten kann, wenn er die Wertfaktoren seines Unternehmens immer im Blick hat. In dem Sinne kann man auch von börsennotierten Unternehmen lernen, die immer den Aktienkurs im Blick haben. Mir geht es aber um eine nachhaltige Wertentwicklung bei Maklern und nicht um den kurzfristigen Umsatz-Push durch ominöse Produkte oder Konzepte, die zum Versicherungsmakler nicht passen.

Peter Schmidt ist seit 2013 Inhaber der Unternehmensberatung Consulting & Coaching in Berlin und als Experte für Strategie- und Prozessberatung für Versicherer, Maklerpools, Vertriebe und Makler tätig.

Schmidt spricht am 26. September auf dem „Zukunftstag für Versicherungsprofis“ von Pfefferminzia in Hamburg. Hier geht es zur Anmeldung.

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