Christopher Leifeld ist Geschäftsführer und Co-Gründer von Gewerbeversicherung24. © Gewerbeversicherung24
  • Von Christopher Leifeld
  • 01.08.2017 um 10:00
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lesedauer Lesedauer: ca. 03:40 Min

Gewerbeversicherungen sind ein Segment mit großen Chancen für Versicherungsmakler. Jedoch steht dem Potenzial ein Wachstum von weniger als 2 Prozent im vergangenen Jahr gegenüber. Ein wichtiger Grund ist der bislang vergleichsweise komplexe und aufwändige Vertrieb. Die Digitalisierung hat das Zeug dazu, diesen Zustand zu revolutionieren, ist Christopher Leifeld, Geschäftsführer und Co-Gründer von Gewerbeversicherung24, überzeugt.

Sie fragen sich vielleicht: Digitale Revolution? Alter Tobak, gibt es doch schon alles.

Ja, im Vertrieb von Gewerbeversicherungen können Makler auf eine Vielzahl digitaler Lösungen zurückgreifen: die Bedarfsanalyse wird unterstützt, Formularzentren stellen Risikoerfassungsbögen zur Verfügung, Tarifrechner erstellen in kurzer Zeit ein Angebot, Ausschreibungsplattformen helfen bei der Einholung individueller Angebote, Software unterstützt bei der Erstellung des Beratungsprotokolls und Versicherungsschutz kann direkt im Portal des Versicherers beantragt werden.

Man könnte also meinen, der Vertriebsprozess für Gewerbeversicherungen ist bereits stark digitalisiert. Trotzdem sieht die Arbeitsrealität in Pools, Servicegesellschaften, Vertrieben und beim Versicherungsmakler oft anders aus: Hier sind flächendeckende Angebote zur digitalen Vertriebsunterstützung eine Randerscheinung.

Grund hierfür ist vor allem das gut gemeinte, aber zu schlechte digitale Angebot. Beispielsweise kommen Vergleichsrechner nur mit Standardrisiken zurecht und erfragen Annahmerichtlinien nur unzureichend. Ist das Risiko komplizierter, geraten die Vergleicher schnell an ihre Grenzen und die Mühen des Maklers sind vergebens.

Im Bereich der Ausschreibungen gibt es sogar kaum ernst zu nehmende Unterstützung. Anstatt die Ausschreibungstools am Markt zu nutzen, arbeiten Versicherungsmakler lieber mit den ihnen zur Verfügung stehenden Backoffices zusammen.

Kurzum:

Es existieren vereinzelte und thematisch sehr eingegrenzte digitale Lösungen, die aber den Vertriebsalltag kaum flächendeckend abzudecken wissen.

Alle Beteiligten leiden unter den aktuellen Prozessen

Der oben beschriebene Vertrieb von Gewerbeversicherungen führt dazu, dass sowohl der Versicherungsmakler, das zwischengeschaltete Backoffice als auch selbst der Versicherer relativ wenig Freude am Neugeschäft haben.

Vor allem wenn man sich in Erinnerung ruft, wie der Vertrieb in den Bereichen Kfz-, Lebens- oder Krankenversicherung abläuft, so wird schnell klar, wie wenig Einzug die Digitalisierung in den Vertrieb für Gewerbeversicherungen erhalten hat.

Vor allem in den Backoffices der verschiedenen Servicegesellschaften führt dies zu einer extremen Arbeitsbelastung, da von einfachen bis zu den komplexen Risiken alle Anfragen einen manuellen Prozess auslösen.

Die Konsequenz:

Wenig Service für den Vermittler und gleichzeitig hohe Kosten im Backoffice. Aktuelle digitale Lösungen finden bisher wenig Anklang. Denn: es fehlte bislang eine praxisnahe und integrative Lösung.

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Christopher

Christopher Leifeld

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01.08.2017 – Thinksurance
Vor 10 Monaten

[…] Beitrag von Gewerbeversicherung24-Geschäftsführer Christopher Leifeld bei PFEFFERMINZIA – So… […]

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