Geringe Nachfrage

Förderprogramm „Jung kauft Alt“ erweist sich als Flop

Das Förderprogramm „Jung kauft Alt“ sollte Familien dazu bringen, ältere Häuser oder Wohnungen zu kaufen und energetisch auf Vordermann zu bringen. Das scheint im Volk aber nicht wirklich zu verfangen, berichtet das RND.
Familie im neu gekauften Haus: Förderprogramm „Jung kauft Alt“ erhält kaum Nachfrage
© picture alliance / imageBROKER | Oleksandr Latkun
Familie im neu gekauften Haus: Förderprogramm „Jung kauft Alt“ erhält kaum Nachfrage

Das staatliche Immobilienförderprogramm „Jung kauft Alt“ erweist sich bislang als Flop. Bis Ende Juli hat die dafür verantwortliche Kreditanstalt für Wiederaufbau (KFW) lediglich 592 Zusagen erteilt. Das meldet das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) und bezieht sich dabei auf das Bundesbauministerium.

Das Kreditvolumen liege bei insgesamt 70 Millionen Euro, so eine Sprecherin des Ministeriums. Zur Verfügung standen allein im vergangenen Jahr 350 Millionen Euro. Auch für die Jahre 2025 und 2026 gebe es Mittel in dieser Höhe.

Jetzt sieht sich das Ministerium an, warum die Nachfrage so schwach ist. Dafür tauscht es sich mit den Finanzierungspartnern und der KFW aus.

Wie der Name schon andeutet, richtet sich das Förderprogramm „Jung kauft Alt“ an Familien mit Kindern und unter bestimmten Einkommensgrenzen. Sie bekommen günstige Konditionen, wenn sie eine bestehende Wohnimmobilie kaufen und anschließend energetisch sanieren.

Ein anderes Förderprogramm läuft übrigens besser, so das RND weiter. Für das „Wohneigentum für Familien“ seien seit Sommer 2023 über 9.300 Zusagen erteilt worden. Allein im laufenden Jahr schon für rund 2.800 Familien.

Auch dieses Programm richtet sich an Familien, allerdings wenn sie energieeffizient neu bauen oder einen solchen Neubau als erste kaufen. Allerdings kürzt die Regierung dort die Mittel. Von 350 Millionen Euro im Jahr 2024 auf nunmehr je 250 Millionen Euro für 2025 und 2026.

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Autor

Andreas

Harms

Andreas Harms schreibt seit 2005 als Journalist über Themen aus der Finanzwelt. Seit Januar 2022 ist er Redakteur bei der Pfefferminzia Medien GmbH.

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