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„Volkskrankheit Aufschieberitis“ Jeder Dritte hätte gerne früher mit der Altersvorsorge angefangen

Morgen ist auch noch ein Tag: Diese Denkweise kann gefährlich werden, denn Versäumnisse bei der Altersvorsorge lassen sich irgendwann nicht mehr beheben.
Morgen ist auch noch ein Tag: Diese Denkweise kann gefährlich werden, denn Versäumnisse bei der Altersvorsorge lassen sich irgendwann nicht mehr beheben. © dpa/picture alliance

Viele Menschen erkennen, dass sie mehr Sport treiben, sich gesünder ernähren oder fürs Alter sparen sollten – sie tun es jedoch trotzdem nicht, wie eine aktuelle Befragung im Auftrag des Versicherungsverbandes GDV zeigt. Wo es am meisten hakt, erfahren Sie hier.

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Mehr als jeden Dritten belastet es, sich nicht eher um die Altersvorsorge gekümmert zu haben. Und 37 Prozent der Deutschen mussten bereits auf Anschaffungen verzichten, weil sie nicht rechtzeitig Geld zurückgelegt haben. Insgesamt geben 82 Prozent an, bereits Konsequenzen gespürt zu haben, weil sie Dinge aufgeschoben haben.

Zu diesen Ergebnissen kommt eine Studie des Sinus-Instituts im Auftrag der Initiative „7 Jahre länger“, hinter der der Versicherungsverband GDV steht. In der repräsentativen Online-Befragung ging es vornehmlich darum, das Aufschiebeverhalten – auch Prokrastination genannt – zu analysieren.

In drei zentralen Lebensbereichen wurden die Befragten um ihre Einschätzung gebeten: „Gesundheit und Ernährung“, Finanzen und Altersvorsorge“ sowie „soziale Kontakte und Arbeit“.

Fast jeder Zweite ist beispielsweise überzeugt, dass es ihm besser ginge, wenn er in der in der Vergangenheit mehr Sport getrieben hätte. Mehr als jeder Dritte bezieht körperliche Einschränkungen auf eine ungesunde Ernährung.

Versäumnisse bei der Altersvorsorge lassen sich irgendwann nicht mehr beheben

„Die Deutschen leben immer länger. Umso wichtiger ist es, im Alter über die nötigen gesundheitlichen, sozialen und ökonomischen Ressourcen zu verfügen“, sagt Silke Borgstedt, Direktorin für Sozialforschung am Sinus-Institut. Viele Weichen für ein gesundes und zufriedenes Leben im Alter würden früh gestellt, und die Folgen eines über längere Zeit ungesunden Lebensstils lassen sich irgendwann nicht mehr beheben. Gleiches gelte für Versäumnisse bei der Altersvorsorge. 

Mangelnde Motivation wird als häufigster Grund genannt (54 Prozent). 39 Prozent ist es zu anstrengend, sich damit auseinanderzusetzen, 40 Prozent nennen fehlende Zeit und 38 Prozent fehlendes Geld.

Höheres Rentenniveau für alle
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Mütter, die früh wieder in den Job einsteigen, könnten die Rentenbeitragszahler bis 2050 um insgesamt rund 190 Millarden Euro entlasten. So lautet das Ergebnis einer Studie des Prognos-Instituts im Auftrag des GDV.

Was diese Entwicklung für Frauen in puncto eigener Rentenansprüche und der privaten Riester-Altersvorsorge in konkreten Zahlen bedeutet, lesen Sie in folgendem Beitrag.

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