Verweilen, wo man es schön findet, und die eigene Küche, das Bett und die Dusche sind immer dabei: Der Urlaub mit dem Wohnmobil findet in Deutschland immer mehr Fans. 990.000 Bundesbürger machten im vergangenen Jahr Wohnmobil-Urlaub. Und die Zahl der dauerhaften Wohnmobil-Besitzer klettert immer weiter nach oben. Fast 420.000 waren es 2016, 15 Jahre davor erst knapp 350.000.

Die Anschaffung eines Wohnmobils ist dabei nicht gerade günstig. „Der Kaufpreis kann je nach Ausstattung bis an die Millionengrenze gehen“, sagt Marcus König, Geschäftsführer bei Fehmarn Assekuranz Versicherungsmakler. „Es ist also auf jeden Fall empfehlenswert und sinnvoll, sein Wohnmobil auch vernünftig zu versichern.“

Eine Haftpflichtversicherung ist für Wohnmobile gesetzlich vorgeschrieben. Vom Fahrer verursachte Personen-, Sach- und Vermögensschäden sind dadurch abgesichert. In der Regel bieten die Versicherer hier eine wesentlich höhere Versicherungssumme als die gesetzlich vorgeschriebene Mindestdeckung. So liegt der Marktstandard bei Personen-, Sach- und Vermögensschäden pauschal bei 100 Millionen Euro. Bei Personenschäden liegt die Grenze meist zwischen 8 und 15 Millionen Euro pro geschädigter Person.

Schäden am Wohnmobil sind schnell teuer

Experten empfehlen aber, diesen Basisschutz um eine Kaskoversicherung zu erweitern. Warum? „Die besondere Dachkonstruktion und das gegebenenfalls dünne Material machen Wohnmobile zum Beispiel besonders empfindlich für Hagelschäden. Daher sollte man bei der Wahl der Versicherung darauf achten, dass Hagelschäden vollumfänglich abgesichert sind“, sagt Martin Wehner, Fachbereichsleiter Autoversicherung bei der Allianz Versicherung. „Ebenso wichtig ist es, Glasbruch abzusichern. Vollintegrierte Wohnmobile haben eine spezielle Windschutzscheibe, wodurch ein Glasbruchschaden schnell sehr teuer werden kann.“

Dem stimmt auch Makler König zu. Seiner Erfahrung nach sind die drei häufigsten Schäden Glasbruch, Wildschäden und Rangierschäden auf Campingplätzen. Und diese seien allesamt teuer in ihrer Behebung. „Bis zu 3.000 Euro können bei einem Glasbruchschaden schon mal anfallen. Bei Wildschäden kann diese Zahl sogar in den fünfstelligen Bereich klettern“. Das liege daran, dass eine Seite des Wohnmobils oft ein einziges Element sei. „Wenn da ein Loch drin ist, muss man nicht selten die gesamte Seite austauschen“, so König.