Ein alter Mann liest Zeitung: Um der Altersarmut zu entgehen, fühlen sich manche Menschen gezwungen, weiterzuarbeiten. © Getty Images
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  • 11.08.2016 um 10:53, aktualisiert am 11.08.2016 um 11:00
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Hanns-Peter Simmendinger steht ein Jahr vor seinem Renteneintritt. Ans Aufhören zu arbeiten denkt er trotzdem noch lange nicht. Wie bei vielen anderen Menschen auch, würde seine Rente nämlich hinten und vorne nicht reichen. Für dieses Problem hat der 64-jährige aber eine ganz eigene Lösung gefunden.

Hanns-Peter Simmendinger ist seit fast fünf Jahren Zusteller der Schweriner Volkszeitung. Der 64-Jährige könnte nächstes Jahr eigentlich in Rente gehen, aber seine Antwort darauf ist ein klares Nein. Denn die Rente würde nur eine Mindestsicherung bieten und für mehr nicht reichen.

Stattdessen hat er sich entschieden, weiterzuarbeiten, „bis ein Arzt sagt, dass ich absolut nicht mehr darf“. Viele Menschen in Mecklenburg-Vorpommern teilen das Problem von Herrn Simmendinger. Seine Tante habe gearbeitet, bis sie 70 war. Aber aus Spaß. Das wäre etwas anderes, erzählt der 64-jährige seinem Arbeitgeber, der Schweriner Volkszeitung.

Vor dem Job bei der Zeitung hat er viel ausprobiert: Physikstudium, Tischlerlehre, Bundeswehr und Landschaftsbau. Wirklich überzeugen konnte ihn davon nichts.

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Dann der Umzug aufs Land, nach Kuhlenfeld. Dort bekommt er nach 14 Tagen den Job als Zeitungsausträger, einen Leihwagen sowie seinen treuen Begleiter, Hund Willi.

850 Haushalte klappert er an Spitzentagen ab, das Ganze auf einer Strecke von fast 40 Kilometern. Seine Arbeit nennt er durchaus altersgerecht, denn: Sie hält ihn fit, er kommt täglich an die frische Luft und lernt nette Leute kennen. Er möchte die neuen und alten Bekanntschaften auch nicht enttäuschen, so Simmendinger, denn manche sind einsam und warten den ganzen Tag auf ihn.

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