Eine Anti-Terror-Übung am Hauptbahnhof Hannover im Jahr 2018. © picture alliance / Geisler-Fotopress | Ulrich Stamm
  • Von Karen Schmidt
  • 11.05.2022 um 11:30
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Terrorrisiken zu versichern ist angesichts der möglichen enormen Schadensummen nicht ohne. Daher hat sich hier eine Partnerschaft der deutschen Versicherer und des Bunds etabliert. Nun fordern die Versicherer ein frühes Signal, dass der Staat seine Garantie weiter verlängert.

Die deutschen Versicherer fordern eine frühzeitige Verlängerung der Staatsgarantie für Terrorrisiken. „Die Bundesregierung muss spätestens bis September Klarheit für die Wirtschaft beim Thema Terrorrisiken schaffen und die Staatsgarantien verlängern“, sagt Jörg Asmussen, Hauptgeschäftsführer des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV).

Die deutsche Wirtschaft brauche Planungssicherheit, wenn im Herbst Unternehmen ihre Versicherungsverträge für 2023 neu verhandelten, so Asmussen weiter. 2019 hatte die Regierung die Entscheidung zur Verlängerung der Staatsgarantie erst Mitte November getroffen. Das habe die Märkte erheblich verunsichert, warnt der GDV-Hauptgeschäftsführer.

In Deutschland können sich Unternehmen beim Spezialversicherer Extremus gegen Terrorrisiken absichern. Gemäß der aktuellen Garantievereinbarung stockt der Staat die Gesamtkapazität des Spezialversicherers mithilfe einer Garantie von 6,48 Milliarden auf 9 Milliarden Euro auf. Diese Zusage aus dem Jahr 2019 wird Ende 2022 auslaufen.

Asmussen: „Der Weg einer öffentlich-privaten Partnerschaft bei der Versicherung des Systemrisikos Terror hat sich nicht nur in Deutschland bewährt. Die Gefahren sind globaler geworden und teils in den Cyberraum gewechselt. Dieser Entwicklung müsse sich auch das öffentliche-private Partnerschaftsmodell stellen.

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Karen Schmidt

Karen Schmidt ist seit Gründung von Pfefferminzia im Jahr 2013 Chefredakteurin des Mediums.

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