Sprachsteuerung verschickt Privatgespräch Erneut Daten-Patzer bei Amazon-Echo

© dpa/picture alliance

Der technologische Fortschritt erleichtert unser aller Leben. Doch die Privatsphäre ist uns dabei wichtig. Einen Vertrauensverlust muss in diesem Punkt nun Amazons Sprachassistent Echo hinnehmen. In den USA hat das Gerät unbemerkt und unbeabsichtigt das Gespräch eines Paares aufgezeichnet und an einen Bekannten versendet.

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In Portland, im US-Bundesstaat Oregon, hat Amazons Echo das Gespräch eines Ehepaares aufgezeichnet und an einen Kontakt verschickt. Das prekäre daran: Das Ehepaar hat das weder gewollt noch bemerkt und wurde erst später von dem unfreiwillig adressierten Bekannten darauf hingewiesen, wie die Ehefrau gegenüber einem lokalen TV-Sender sagte.

Ein Sprecher von Amazon erklärte demnach: „Amazon nimmt die Privatsphäre sehr ernst.“ Das Unternehmen würde nun nachforschen, was genau passiert sei. Dieser Fall sei äußerst selten und es werde alles getan, damit das in der Zukunft nicht wieder geschehe.

Vermutlich habe in der Unterhaltung des Ehepaares ein Wort geklungen wie Alexa. Daraufhin sei das Gerät aktiviert worden und habe das Gespräch aufgezeichnet. Dann habe es wahrscheinlich verstanden, „Nachricht senden“. Daraufhin habe Alexa gefragt: „An wen?“ Aus der Konversation habe Alexa einen Namen interpretiert und mit den vorhandenen Kontakten abgeglichen. Als Alexa sich mit einer erneuten Frage versicherte, dass die Aufzeichnung an diesen Kontakt verschickt werden soll, habe sie erneut Worte des Paares falsch interpretiert.

Erst im März war ein eher kurioser Vorfall mit dem Sprachassistenten bekannt geworden. Dort hatte sich ein Mädchen versehentlich Kekse und ein Puppenhaus bestellt. Als die Nachrichten darüber berichteten und das Wort „Alexa“ genannt wurde, hatten einige Geräte ebenfalls Puppenhäuser bestellt.

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