Sparmaßnahmen und Jobabbau Nürnberger dünnt Vertrieb aus

Auch Jobs sollen bei dem Umbau der Nürnberger eventuell gestrichen werden.
Auch Jobs sollen bei dem Umbau der Nürnberger eventuell gestrichen werden. © Getty Images

Die fetten Jahre sind vorbei. Niedrigzinsphase, Solvency II, LVRG – der Kostendruck wächst und die Versicherer müssen sparen. Die Nürnberger Versicherungsgruppe setzt nun den Rotstift an, ordnet den Vertrieb neu, schließt Außenstellen und streicht Jobs. Was der Versicherer im Einzelnen plant.

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Laut Bericht der Nürnberger Zeitung will die Nürnberger Versicherung einen Vertriebsumbau im Schnellverfahren durchpeitschen. Bereits mit Beginn des neuen Jahres sollen die ersten Maßnahmen umgesetzt werden. Ende Mai soll für jeden Mitarbeiter klar sein, ob er bleiben kann oder gehen muss.

Um vorerst Kündigungen zu vermeiden, will die Nürnberger ihren Mitarbeitern bis Februar Teilzeit- und Altersteilzeitangebote machen, Prämien für kurzfristige Aufhebungsverträge bieten sowie befristete Arbeitsverträge auslaufen lassen. Auch sollen viele Stellen neu ausgeschrieben werden und Mitarbeiter sich neu bewerben müssen.

Sollten diese Maßnahmen nicht ausreichen, wird die Nürnberger auch auf Kündigungen ausweichen. Wie viele es sein werden, ist noch nicht klar. Die Zahl könnte aber im dreistelligen Bereich liegen, so der Bericht weiter.

Mit dem Jobabbau beabsichtigt der Versicherer die sieben Vertriebsdirektionen aufzulösen und die Bezirksdirektionen von 63 auf 34 zu reduzieren. Neben Nürnberg soll es dann nur noch 13 weitere Standorte geben. Ziel des Versicherers ist es, Strukturen und Prozesse im Unternehmen zu straffen und die Vertriebskosten zu senken, um insgesamt am Markt bestehen zu können. Der Betriebsrat habe dem Plan wohl bereits zugestimmt.
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