Sorgenfrei in den Ruhestand Die zehn teuersten Fehler bei der Altersvorsorge

Ein Rentnerpaar beim Bummeln: Für einen schönen Ruhestand ohne Abzüge ist durchdachte Altersvorsorge nötig.
Ein Rentnerpaar beim Bummeln: Für einen schönen Ruhestand ohne Abzüge ist durchdachte Altersvorsorge nötig. © Pixabay

Private Altersvorsorge war noch nie wichtiger als heute. Dabei kann man aber auch einiges falsch machen. Das Netzwerk Financial Planning Standards Board (FPSB) Deutschland hat die wichtigsten Fehler während der Vorsorge und die Kosten, die daraus entstehen, zusammengefasst.

| , aktualisiert am 07.01.2019 14:42  Drucken

Es gibt einige Fehler, die man bei der Altersvorsorge machen kann. Welche am häufigsten vorkommen und vermeidbar sind, hat das Financial Planning Standards Board Deutschland in einer Liste erfasst:

  1. Selbstüberschätzung
  2. Prozyklisches Verhalten
  3. Sich auf hohe Renditeversprechen verlassen
  4. Zu häufiges Hin- und Herspringen zwischen Anlageformen
  5. Zu spät mit der Vorsorge beginnen
  6. Hohe Produktkosten in Kauf nehmen
  7. Konzentration auf heimische Werte
  8. Zu wenig Streuung bei den Anlagen
  9. Zu seltenes Überprüfen und Anpassen der Anlagen
  10. Inflation unterschätzen

Mithilfe einer Beispielrechnung hat das FPSB Deutschland ermittelt, wie teuer einen Sparer etwa die Fehler Nummer 8 und 9 kommen können.

Man stelle sich vor, man legt 2.000 Euro unverzinst zur Seite, um darüber in 20 Jahren zu verfügen. Bei einer jährlichen Teuerungsrate von 2 Prozent beträgt die Kaufkraft dieses Betrags aufgrund der Geldentwertung in 20 Jahren nur noch rund 1.346 Euro. 

Diese Differenz zu begreifen, ist gerade für diejenigen sehr wichtig, die laut der Bundesbank rund 40 Prozent ihres Vermögens auf Sparbüchern oder Tagesgeldkonten angelegt haben, wo es derzeit kaum Zinsen gibt. 

Ebenso schlecht für den Rentengeldbeutel ist laut einer weiteren Rechnung Fehler Nummer 5:

Angenommen jemand will mit 65 Jahren über eine halbe Million Euro verfügen und investiert dafür in ein gemischtes Portfolio aus 60 Prozent Aktien und 40 Prozent Anleihen. Nach Abzug von Inflation, Steuern und Kosten erzielt das Portfolio eine angenommene Rendite von 2,5 Prozent pro Jahr. 

Heißt: Wer mit 25 Jahren mit dem Sparen startet, muss Monat für Monat 600 Euro beiseitelegen, um mit 65 Jahren auf die gewünschte Summe zu kommen. Wer zehn Jahre später anfängt, bei dem sind es aber schon etwa 940 Euro. Und wer mit 40 Jahren beginnt, muss sogar 1.200 Euro jeden Monat für dieses Ziel anlegen, so das FPSB.

Pfefferminzia-Zukunftstag 2019

Durchblick – der zweite Zukunftstag für Versicherungsprofis fand dieses Mal am 21. Mai in Köln statt. Hoch über den Dächern der Rhein-Metropole tauschten sich rund 100 Teilnehmer mit namhaften Referenten und Ausstellern über Zukunftsthemen in der Assekuranz aus. Verschaffen Sie sich hier einen Eindruck von der Veranstaltung.

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