Die nackten Zahlen sind ernüchternd: Jedes Jahr erkranken in Deutschland laut Statistischem Bundesamt rund 477.000 Menschen an Krebs. 300.000 Menschen haben jedes Jahr einen Herzinfarkt. Und rund 270.000 Menschen erleiden jedes Jahr in Deutschland einen Schlaganfall. Manche dieser Fälle gehen dank der Früherkennung und dem Fortschritt in der Medizin glimpflich aus. Aber in vielen Fällen erfolgen Operationen, lange Krankenhausaufenthalte und Reha-Maßnahmen.

Fakt ist: Nur wer sich für den Fall der Fälle ausreichend privat abgesichert hat, kann sich ohne finanzielle Sorgen ganz auf die Genesung konzentrieren. „Die Schwere-Krankheiten-Versicherung kann als sinnvolle Ergänzung zur Berufsunfähigkeitsabsicherung betrachtet werden. Sie sollte aber nicht   als vollständiger Ersatz angesehen werden“, sagt Nicolai Engel, Bereichsleiter Produktmanagement der Gothaer Versicherung. Bei Eintritt einer definierten schweren Krankheit wird die Versicherungssumme als Einmalzahlung geleistet, unabhängig davon ob die Arbeitskraft beeinträchtigt ist. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung hingegen bezahlt in der Regel ab 50 Prozent Berufsunfähigkeit eine monatliche Rente.

Kombination von Berufsunfähigkeit und Dread Disease

Idealerweise werden beide Konzepte kombiniert. Die Gothaer bietet hier mit einem flexiblen Bausteinsystem die Möglichkeit zusätzlich für den Todesfall und im Falle einer Berufsunfähigkeit vorzusorgen. Somit können die Kunden in einem Vertrag ihren Versicherungsschutz für den Fall einer schweren Erkrankung, den Todesfall und den Eintritt der Berufsunfähigkeit kombinieren.

Die versicherten schweren Krankheiten weichen je nach Anbieter ab. Krebs, Herzinfarkt und Schlaganfall sind ebenso wie Blind- und Taubheit stets abgesichert. In der Regel stehen zwischen 30 und 50 Krankheitsbilder auf der Liste. Die Gothaer etwa sichert 50 ab, darunter auch Multiple Sklerose und Demenz. Bei der Nürnberger sind es ebenfalls 50 und bei Canada Life 46.

Im Versicherungsfall kann der Erkrankte die Kapitalleistung nach seinen individuellen Bedürfnissen einsetzen. Ein Selbstständiger kann etwa eine Ersatzkraft finanzieren. Oder ist ein Kunde aufgrund eines schweren Unfalls auf einen Rollstuhl angewiesen, kann er die Kapitalleistung für Umbaumaßnahmen in eine rollstuhlgerechte Wohnumgebung ausgeben.