Sport im Pflegeheim: Eine Bewohnerin des Christoph Buchen-Pflegeheims in Weißenfels (Sachsen-Anhalt) nimmt eine Hantel von einem Wagen. © dpa/picture alliance
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  • 04.08.2017 um 10:08, aktualisiert am 07.08.2017 um 11:26
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Wenn Pflegebedürftige ins Pflegeheim einziehen, müssen sie monatlich einen bestimmten Eigenanteil hinblättern. Je nach Bundesland ist dieser unterschiedlich hoch. Das Saarland ist dabei Spitzenreiter mit einem Eigenanteil von 869 Euro.

Die Eigenanteile, die Pflegebedürftige für die Unterbringung im Pflegeheim zahlen müssen, unterscheiden sich je nach Bundesland stark. So müssen Thüringer im Schnitt 225 Euro monatlich zahlen, im Saarland sind es dagegen 869 Euro. Im Bundesschnitt liegt der Eigenanteil bei 581 Euro.

Das geht aus einer Antwort des Bundesgesundheitsministeriums auf eine Anfrage der Linken hervor, über welche die Nordwest Zeitung berichtet.

Nach dem Saarland folgen Berlin (856 Euro), Baden-Württemberg (768 Euro), Nordrhein-Westfalen (758 Euro) und Bayern (725 Euro) als teuerste Regionen für Pflegebedürftige, was den Eigenanteil angeht.

„Die Eigenanteile bleiben ein Ticket in die Altersarmut“, sagt die Vizevorsitzende der Linken-Bundestagsfraktion, Sabine Zimmermann, im Interview mit der Nordwest Zeitung. Sie verlangt, dass die gesetzliche Pflege in eine Vollversicherung umgewandelt wird, die alle Pflegekosten abdeckt.

Paritätische Vollversicherung

Einen ähnlichen Vorschlag mach auch Karl Lauterbach, Vizechef der SPD-Bundestagsfraktion. Es soll auf Wunsch das Angebot einer paritätisch finanzierten Vollkaskoversicherung geben.

„Die Versicherten sollen zu einem frühen Zeitpunkt, also nicht erst kurz vor Beginn der Pflegebedürftigkeit, wählen können, ob sie etwas höhere Beiträge zahlen, um später alle Pflegekosten erstattet zu bekommen“, so Lauterbach gegenüber den Zeitungen der Funke-Mediengruppe

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