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Run-off Verdi kritisiert Verkaufspläne für Generali Leben scharf

Der Verdi-Vorsitzende Frank Bsirske bei Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst: Den möglichen Verkauf der Bestände der Generali sieht er extrem kritisch.
Der Verdi-Vorsitzende Frank Bsirske bei Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst: Den möglichen Verkauf der Bestände der Generali sieht er extrem kritisch. © dpa/picture alliance

Die Gewerkschaft Verdi fordert, den geplanten Verkauf der Lebensversicherungstochter der Generali zu stoppen. Angesichts der Größe der Gesellschaft würde das einen „Dammbruch für die gesamte Branche“ bedeuten, wenn ein „branchenfremder Investor“ die Bestände übernähme. Es drohe ein „erheblicher“ Vertrauensverlust, fürchten die Gewerkschaftsvertreter.

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„Wir fordern die Politik auf, nicht zuzulassen, dass ein zentraler Bestandteil der betrieblichen und privaten Altersversorgung ins Risiko gestellt wird.“ Mit dieser Forderung wendet sich die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi) gegen die Pläne des Generali-Konzerns, sein Lebensversicherungsgeschäft möglicherweise an „branchenfremde Investoren“, wie es Verdi nennt, zu verkaufen.

Ein Verkauf der Generali-Bestände wäre angesichts der Größe der Gesellschaft ein Dammbruch für die gesamte Branche, heißt es in einer Pressemitteilung der Gewerkschaft. Es drohe ein „erheblicher und grundlegender Vertrauensverlust für Produkte und Kundenbeziehungen der Versicherungsbranche“, so Verdi-Vorsitzender Frank Bsirske. Mit der Auslagerung würden zudem erhebliche Arbeitsplatzverluste und Auslagerungen einhergehen, die ver.di nicht akzeptieren könne.

Die Generali hatte Ende September 2017 angekündigt, ihre Lebensversicherungstochter in den Run-off schicken zu wollen. Ob die Bestände dabei intern verwaltet werden oder an eine spezialisierte Plattform verkauft werden sollen, haben die Konzernlenker noch nicht entschieden (Stand: 22. März 2018).

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