Der Büroturm der Ergo-Zentrale in Düsseldorf: Der Versicherer hat einen neuen Run-off-Plan. © dpa/picture alliance
  • Von Juliana Demski
  • 23.11.2017 um 11:56
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Offenbar waren die Forderungen der Ergo zu hoch für die potenziellen Käufer: Jedenfalls haben die Run-off-Pläne des Düsseldorfer Versicherers eine überraschende Wendung genommen. Laut Brancheninformationen will der Konzern seine Altbestände jetzt in Kooperation mit IBM selbst abwickeln – und womöglich sogar zum Leben-Policen-Käufer avancieren.

Der Ergo-Konzern wollte eigentlich alle Bestände aus der Ergo Leben und der Victoria Leben loswerden. Doch niemand scheint die geforderte Summe zahlen zu wollen – in Schätzerkreisen ist von 2 Milliarden Euro die Rede. Nun macht der Versicherer aus der Not offenbar eine Tugend und plant zusammen mit dem Software- und Beratungshaus IBM die Bestände selbst abzuwickeln, wie Brancheninformationen verlauten.

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Später könnten über die dafür neu geschaffene IT-Plattform sogar aufgekaufte Policen anderer Versicherer verwaltet werden, heißt es.

Dafür wollen die neuen Partner zunächst ein Gemeinschaftsunternehmen Ergo/IBM gründen, wie Versicherungswirtschaft heute berichtet. Dieses soll zu 80 Prozent in den Händen der Ergo liegen und zu 20 Prozent bei IBM.

Für Ergo dürfte diese Strategie durchaus Sinn ergeben: Das Unternehmen muss sein veraltetes IT-System ohnehin auf Vordermann bringen. Die neue, sehr kostspielige IT-Infrastruktur könnte dann in Zukunft auch dazu dienen, um anderen Versicherern die Bestandsverwaltung abzunehmen. Damit würden die Düsseldorfer also selbst in den milliardenschweren Run-off-Markt einsteigen.

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Juliana Demski

Juliana Demski ist Werksstudentin bei Pfefferminzia und unterstützt die Redaktion in der täglichen Berichterstattung.

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