Klaus Morgenstern: Der Sprecher des Deutschen Instituts für Altersvorsorge schlägt einen Alterskorridor für den Renteneintritt vor. © DIA
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  • 07.09.2017 um 12:21
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Ein fixes Rentenalter halten die Experten vom Deutschen Institut für Altersvorsorge (DIA) für überholt. Stattdessen sollte jeder Bürger selbst entscheiden dürfen, wann er in Rente geht – zumindest in einer gewissen Spanne. Hier kommen die Details.

In Deutschland sollte es einen Rentenkorridor geben, in dem die Bundesbürger selbst entscheiden können, wann mit Arbeiten Schluss ist. Dafür sprechen sich die Experten vom Deutschen Institut für Altersvorsorge (DIA) aus. In Abhängigkeit vom gewählten Rentenbeginn fällt dann die Rente höher oder niedriger aus.

„Anstatt sich in politische Grabenkämpfe über das richtige Rentenalter zu begeben, sollten die politischen Parteien über ein Konzept des Übergangs von der Erwerbsphase in die Rentenzeit nachdenken, dass unserer veränderten Lebenswelt entspricht“, sagt DIA-Sprecher Klaus Morgenstern.

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Ein flexibler Alterskorridor mit einer vom Renteneintritt abhängigen Rentenhöhe sei eine konsequente Weiterentwicklung des schon bestehenden Systems der Zu- und Abschläge in der gesetzlichen Rentenversicherung.

Korridor könnte bei 60 beginnen und bei 70 enden

Das neue Konzept könne 2030 in Kraft treten, wenn die schrittweise Erhöhung des Renteneintrittsalters auf 67 beendet sei.

„Ob der Korridor bei 60 oder 62 Jahren beginnt und bei 69 oder 70 endet, ist dann erst einmal nebensächlich. Entscheidend ist der Umstieg auf ein System, dass der geänderten Lebenswirklichkeit, die keine starren Erwerbsbiografien mehr kennt, entspricht“, so Morgenstern weiter.

Flexi-Rente ist erster Schritt

Mit der Flexi-Rente habe der Gesetzgeber bereits einen ersten Schritt in Richtung mehr Flexibilität unternommen. Morgenstern: „Daran sollte nun angeknüpft werden.“

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