Eine Frau am Laptop vor dem Facebook-Logo: Der Bundesgerichtshof entschied, ob Erben auch über den digitalen Nachlass verfügen dürfen. © dpa/picture alliance
  • Von Juliana Demski
  • 09.08.2018 um 11:13
artikel drucken artikel drucken
lesedauer Lesedauer: ca. 00:50 Min

In der Zeit von Facebook, Twitter und Co. ist die Frage, ob der digitale Nachlass mit zum Erbe gehört, aktueller denn je. Mit so einem Fall mussten sich kürzlich auch die Richter des Bundesgerichtshofs befassen.

In einem erst kürzlich behandelten Fall entschied der Bundesgerichtshof darüber, ob die Eltern eines verstorbenen Mädchens den Zugriff auf ihr Facebook-Profil erhalten sollten. Die Karlsruher Richter sagten schlussendlich, dass die Erben im Todesfall auch in Verträge mit Online-Dienstleistern eintreten dürfen (Aktenzeichen III ZR 183/17).

Laut Urteil spricht weder der Datenschutz, noch das Persönlichkeitsrecht oder das Fernmeldegeheimnis gegen die Übertragung des digitalen Nachlasses auf die Erben. Somit werden es Angehörige in dieser Hinsicht zwar nun leichter haben.

Besser sei es aber, bereits zu Lebzeiten gewisse Vorkehrungen zu schaffen, empfiehlt der Rechtsschutzversicherer D.A.S. – beispielsweise in Form bereitgestellter Zugangsdaten in einem Schließfach.

Sollten manche Daten auch nach dem Tod nicht für andere zugänglich werden, könne das auch im Testament festgehalten werden. „Zum Beispiel können Sie auch verfügen, ob Daten gelöscht, Accounts deaktiviert oder Bilder archiviert werden sollen“, so der Versicherer weiter.

autorAutor
Juliana

Juliana Demski

Juliana Demski ist Werksstudentin bei Pfefferminzia und unterstützt die Redaktion in der täglichen Berichterstattung.

kommentare

Hinterlasse eine Antwort

kommentare

Hinterlasse eine Antwort

smiley-icon

achtung: Sie nutzen einen veraltete Version des Internet Explorer und daher kann es eventuell zu fehlerhaften Darstellungen kommen. Wir empfehlen den Internet Explorer zu aktualisieren oder Google Chrome zu nutzen.

verstanden!