Razzia bei Infinus Chefs in U-Haft

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Sie sollen betrogen und Anleger geschädigt haben: Am Dienstagmorgen rückte die Dresdner Polizei beim Finanzdienstleister Infinus an und nahm mehrere Personen aus der Unternehmensleitung fest.

Am Dienstagmorgen führte die Polizei eine Großrazzia bei Infinus durch. Die Beamten durchsuchten zeitgleich mehrere Geschäftsräume des Dresdner Finanzdienstleisters, beschlagnahmten Firmenfahrzeuge und nahmen mehrere Personen aus der Unternehmensleitung fest. Wie informierte Kreise auf Nachfrage unseres Schwestermagazins DAS INVESTMENT.com berichteten, wirft die Staatsanwaltschaft dem Unternehmen Betrug sowie Schädigung von Anlegern vor. Laut Oberstaatsanwalt Lorenz Haase (53) soll es sich um 25 000 Anleger und eine Summe von rund 400 Millionen Euro handeln. Für die inhaftierten Führungskräfte findet in Kürze ein Haftprüfungstermin statt.

Zu den Bildern der Razzia geht es hier.

Inzwischen gibt es auch eine erste Reaktion der Infinus Gruppe: „Wir stehen diesen angeblichen Vorwürfen mehr als ratlos gegenüber“, erklärt Kewan Kadkhodai. „Aus unserer Sicht sind die Vorwürfe haltlos und durch nichts zu begründen", so das Vorstandsmitglied in einer ersten Mitteilung. Für ihn ist „die heutige Aktion an Dramatik kaum noch zu steigern".

Kadkhodai weiter: „Natürlich werden wir alles in unserer Macht stehende unternehmen, um gegenüber den zuständigen Behörden schnell und unmissverständlich auf eine schnelle Aufklärung der gegen unser Haus gerichteten Vorwürfe zu dringen. Dabei werden wir schon aus eigenem Interesse umfassend und ergebnisorientiert mit den diesbezüglichen Stellen zusammenarbeiten, damit wir sobald wie möglich wieder unsere normale Geschäftstätigkeit aufnehmen können“

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