Es ist ein neuer Rekord: Im Mai haben die in Deutschland installierten Photovoltaikanlagen 5,57 Terawattstunden Strom produziert. Das entspricht einem Anteil von 12,3 Prozent an der Nettostromerzeugung hierzulande. Und ist fast genauso viel, wie Kernkraftwerke im gleichen Zeitraum zustande gebracht haben (5,65 Terawattstunden und 12,5 Prozent der Nettoerzeugung), zeigen Berechnungen des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE.

Damit etabliert sich die Solarenergie zunehmend als wichtige Energiequelle in Deutschland. Das sieht man auch an der Nachfrage nach Solarstromanlagen. Nach Auskunft des Bundesverbands Solarwirtschaft zog sie in den vergangenen Monaten spürbar an. 1,6 Millionen Solaranlagen gibt es bereits in Deutschland, davon sind über 900.000 auf privaten Wohnhäusern zu finden. Allein 2016 kamen 52.000 Anlagen hinzu.

Nun ist solch eine Photovoltaik-Anlage nicht gerade günstig, mehrere Tausende Euro muss man dafür in der Regel bezahlen. Gleichzeitig ist eine Solaranlage dauerhaft bestimmten Gefahren ausgesetzt, die teure Schäden nach sich ziehen können.

Überspannungsschäden kommen besonders häufig vor

„Die Top-5-Schadenursachen im vergangenen Jahr waren Überspannung infolge eines Blitzeinschlags mit 25,1 Prozent, technisches Versagen mit 13,0 Prozent, Überspannung ohne Blitzeinschlag mit 11,5 Prozent, Marderbisse mit 9,0 Prozent und Feuer mit 3,5 Prozent“, sagt Wolfgang Nörber, Leiter Kompetenzcenter Firmenkunden bei der Mannheimer Versicherung, die mit dem Produkt Lumit schon seit den neunziger Jahren eine Police für Solaranlagen anbietet.

Versichern Solaranlagen-Besitzer diese Gefahren nicht, kann das im schlimmsten Fall existenzielle Folgen haben.

Zwei Möglichkeiten gibt es, die private Photovoltaik-Anlage zu schützen.

Erstens:

Die Absicherung über die Wohngebäudeversicherung. Diese „zahlt im Schadenfall, wenn er durch ein versichertes Risiko eingetreten ist und die Photovoltaik-Anlage zum Versicherungsumfang zählt“, sagt Wolfgang Palesch, Versicherungsfachmann bei der DF Vermögensberatung in Ulm-Elchingen. „Das ist in der Regel aber nur dann der Fall, wenn die Anlage als Gefahrerhöhung gemeldet und in der Versicherungssumme berücksichtigt wurde.“