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Online-Marketing im Vertrieb „Am allerwichtigsten ist, dass die Bewertungen dem Makler gehören“

Martin Müller, Müller Consult.
Martin Müller, Müller Consult. © Müller Consult

„Kundenbewertungen im Netz sind immens wichtig. Das darf man nicht dem Zufall überlassen“, meint Martin Müller, Experte für Online-Marketing. Im Interview mit Pfefferminzia sagt er, wie Makler vorgehen sollten, um das Vertriebspotenzial sozialer Netzwerke besser zu erschließen und wie sie eine bessere Reputation im Netz erreichen können.

| , aktualisiert am 04.01.2017 17:59  Drucken
Pfefferminzia: „Mit Online-Bewertungen Marketing zu betreiben, das erfordert eine Strategie – und konsequentes Nachfragen beim potentiellen Empfehlungsgeber“, schreiben Sie in Ihrem Buch. Wie kann eine entsprechende Erfolgsstrategie speziell für Makler aussehen?

Martin Müller: Zuerst muss der Makler das passende Portal aussuchen. Danach sollte er die ersten 100 Kunden anschreiben, um sie auf die Umfrage aus dem Portal aufmerksam zu machen. Wenn dann die ersten 20 bis 30 Bewertungen da sind, kann er diese in sein Netzwerk streuen, sich dafür bedanken und somit darauf hinweisen. Hilfreich ist, wenn das Netzwerk des Maklers und damit seine Reichweite schon recht groß ist.



Laut Ihren Angaben gibt es in Deutschland bis zu 160 verschiedene Online-Portale, in denen Kunden ihre Stimme abgeben können. Wie sollte der Makler vorgehen, um in diesem digitalen Heuhafen die richtigen Nadeln zu finden, mit denen er erfolgreich an seinem Empfehlungsnetzwerk stricken kann?

Der Makler kann diese selbst vergleichen oder meiner Empfehlung folgen. Das Portal sollte eine kostenfreie Umfrage ermöglichen und leicht zu bedienen sein. Außerdem ist das Preis-Leistungs-Verhältnis wichtig – am allerwichtigsten ist jedoch, dass die Bewertungen dem Makler gehören und nicht dem Portal.

Kunden werden heute von allen möglichen Unternehmen aufgefordert, eine Bewertung abzugeben. Worauf kommt es im Anschreiben an, damit Makler ihre Bestandskunden auf Anhieb davon überzeugen, sich ein paar Minuten für eine Bewertung zu nehmen?

Der Text und die Umfrage müssen professionell gestaltet sein. Dann fühlt sich der Kunde auch gewertschätzt. Vor allem muss die Umfrage aus Sicht des Nutzers schnell gehen, das heißt zum Beispiel, dass Textfragen immer nur als Option gelten dürfen.

Was entgegnen Sie Maklern, die meinen, auch ohne Online-Bewertungen wirtschaftlich erfolgreich sein zu können?

Ich verweise dann einfach mal auf eine Statistik: 9 von 10 Personen googeln heute eine persönliche Empfehlung. Wenn auf diese Weise dann gute Bewertungen von anderen Kunden gefunden werden, ist direkt sehr viel Vertrauen vorhanden und der Geschäftsabschluss kann schneller erfolgen.

Martin Müller begleitet Dienstleistungsunternehmen, Berater und Experten auf ihrem Weg zu einer besseren Reputation im Netz. In seinem neuen eBook „Jede Stimme zählt: Mit Online-Bewertungen zu mehr Umsatz“ verrät er nach eigenen Angaben, „welche Portale relevant sind, wie man sie nutzt und wie Unternehmer und Selbständige das Maximum aus positiven Kundenbewertungen herausholen“.

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