Zwei kaputte Autos stehen nach einem Unfall auf der Autobahn 5 bei Bad Homburg (Hessen): Der GDV hat seine neue Regionalstatisitk vorgelegt. © dpa/picture alliance
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  • 30.08.2017 um 04:04, aktualisiert am 30.08.2017 um 04:14
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Einmal im Jahr analysiert der Versicherungsverband GDV, in welchen Regionen es besonders häufig zu Autounfällen und Schäden kommt. Auf Basis dessen ermittelt der Verband die Regionalkassen für die Kfz-Versicherung. Welche Autofahrer sich nun über eine bessere Einstufung freuen können, und wo es zu Herabstufungen kommt, erfahren Sie hier.

Knapp 5,5 Millionen Autofahrer in 67 Bezirken werden künftig in bessere Regionalklassen in der Kfz-Haftpflichtversicherung eingeordnet. 3,6 Millionen Wagenlenker in 41 Bezirken werden heraufgestuft. Für das Gros der 31 Millionen Autofahrer in 305 Zulassungsbezirken ändert sich nichts.

>>> Hier geht es zu den neuen Regionalklassen

Die bundesweit beste Schadenbilanz in der Kfz-Haftpflichtversicherung errechneten die Statistiker des GDV für den Zulassungsbezirk Elbe-Elster in Brandenburg. Hier lag der Indexwert fast 30 Prozent unter dem bundesweiten Durchschnitt. Die schlechteste Schadenbilanz hatte wie bereits im Vorjahr Offenbach am Main, wo der Indexwert knapp 34 Prozent über dem Bundesdurchschnitt lag.

Bei den Kasko-Versicherungen ändert sich durch die neuen Regionalklassen kaum etwas. Für etwa 29 Millionen der über 34 Millionen Voll- oder Teilkaskoversicherten bleibt alles beim Alten. 2,8 Millionen Kaskoversicherte rutschen in niedrigere, rund 2,6 Millionen in höhere Regionalklassen. 

Hintergrund:

Regionalklassen gibt es für die Kfz-Haftpflicht- sowie für die Voll- und Teilkasko-Versicherung. Hier ist der Wohnsitz des Fahrzeughalters entscheidend. Wo ein Unfall oder ein Kasko-Schaden passiert, ist dagegen irrelevant. In der Kfz-Haftpflicht sind die Versicherungsleistungen für geschädigte Dritte nach Verkehrsunfällen maßgeblich.

In der Kaskoversicherung fließen die Versicherungsleistungen nach selbstverschuldeten Unfällen und für alle anderen Kasko-Schadenfälle in die Berechnung ein, unter anderem für Autodiebstähle, Glasschäden, Wildunfälle oder Schäden durch Naturereignisse.

Für die Versicherer ist die Regionalstatistik unverbindlich. Sie kann für Neuverträge und für bestehende Verträge angewendet werden.

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