Nach Cyber-Attacke auf ihr Unternehmen Viele Bürger fühlen sich alleingelassen

Eine elektronische Anzeigentafel der Bahn im Hauptbahnhof Leipzig zeigt am 13. Mai 2017 nur den Schriftzug „Bitte Lautsprecherdurchsagen beachten“. Die Cyber-Attacke „Wannacry“ hatte auch die Deutsche Bahn getroffen.
Eine elektronische Anzeigentafel der Bahn im Hauptbahnhof Leipzig zeigt am 13. Mai 2017 nur den Schriftzug „Bitte Lautsprecherdurchsagen beachten“. Die Cyber-Attacke „Wannacry“ hatte auch die Deutsche Bahn getroffen. © dpa/picture alliance

Dass Firmen immer öfter Opfer von Cyber-Attacken werden, hat nicht nur direkte Auswirkungen. Denn viele Kunden dieser Unternehmen fragen sich inzwischen: Wie rüstet sich die Firma, bei der ich Kunde bin, eigentlich gegen Attacken wie „Wannacry“ und was muss ich im Ernstfall machen? Mit diesen Fragen fühlen sich die Kunden oft alleingelassen, zeigt eine aktuelle Umfrage.

| , aktualisiert am 06.11.2017 12:24  Drucken

Nur jeder Fünfte fühlt sich über die Folgen von Cyber-Attacken auf Unternehmen und deren Auswirkungen auf Kunden grundsätzlich gut informiert. Dabei haben viele Bürger auch den Eindruck, dass die Firmen keine wirksamen Gegenmaßnahmen zu Cyber-Angriffen in petto haben.

Das sind Ergebnisse der Studie „Vorsicht, Hacker!“ des Marktforschungsinstituts Yougov.

Die Bundesbürger bekommen dabei nicht besonders häufig mit, dass ein Unternehmen, bei dem sie Kunde sind, Opfer von Cyber-Kriminalität geworden ist. Wenn aber doch, dann sind genau diese Kunden besonders verunsichert. Bei 55 Prozent von ihnen hat sich das Vertrauen in das Unternehmen bei häufigen Attacken verringert.

Und:

38 Prozent könnten sich vorstellen, infolge von Cyber-Attacken die Marke oder das Produkt zu wechseln.

„Genau an dieser Stelle können geschickt kommunizierende Unternehmen ansetzen, Kompetenz demonstrieren und Vertrauen schaffen“, sagt Markus Braun, Leiter der Abteilung „Reports“ bei Yougov.

49 Prozent der Befragten wünschen sich nach einer Cyber-Attack nämlich Tipps von Unternehmen zum zusätzlichen Selbstschutz, gefolgt von Updates über Sicherheitsmaßnahmen (43 Prozent) und Informationen über entstandene Schäden im Ernstfall (42 Prozent).

Am meisten Angst haben die Bundesbürger davor, dass die Hacker an ihre persönlichen Daten kommen. An zweiter Stelle rangiert die Sorge vor finanziellen Schäden (55 Prozent).

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