Karl Lauterbach (SPD) im Bundestag: Die Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung könnten bald wieder steigen. © picture alliance / Geisler-Fotopress | Sebastian Gabsch/Geisler-Fotopre
  • Von Juliana Demski
  • 24.03.2022 um 13:44
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In der Kasse der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) klafft ein milliardenschweres Loch. Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hat nun angekündigt, wie er gegensteuern möchte: „Wir müssen an Stellschrauben drehen“, kündigte er an – dazu gehörten auch erneute Beitragserhöhungen für die Versicherten.

Das Geldproblem der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) wächst stetig – so erwartet der GKV-Spitzenverband für das kommende Jahr ein Defizit von 17 Milliarden Euro. Um das auszugleichen, müsse an „vier Stellschrauben“ gedreht werden, ließ nun Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) gegenüber der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ) durchblicken.

Konkret wolle er die „Effizienzreserven im Gesundheitssystem heben, Reserven bei den Krankenkassen nutzen, zusätzliche Bundeszuschüsse gewähren und die Beiträge anheben“. Offen blieb indes die Frage, wie stark die Beiträge in seinen Augen steigen sollten. „Es wäre unprofessionell, würde ich Ihnen hier aus den laufenden Gesprächen berichten“, kommentierte er gegenüber der Zeitung. Er werde jedoch „rechtzeitig einen wohl überlegten Gesetzesentwurf vorlegen.“ Lobbyinteressen sollten dabei keine Rolle spielen, so Lauterbach weiter.

Ganz nebenbei kündigte der Minister gegenüber der NOZ zudem an, „in wenigen Wochen“ die Mitglieder für die Expertenkommission zur Krankenhausreform zu benennen. Es werde eine Expertenkommission sein, „die nicht mit den üblichen Verbändevorsitzenden bestückt ist. Ich setze auf die Wissenschaft“, so der SPD-Politiker. „Die Versorgung muss qualitativ besser und effizienter werden. Und wir müssen trotz extremen Personalmangels die Versorgungssicherheit gewährleisten.“

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Juliana Demski

Juliana Demski ist seit 2021 Junior-Redakteurin und Social-Media-Managerin bei Pfefferminzia. Dem Pfefferminzia-Team gehört sie seit 2016 an.

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