Mini-Entlastung für Kassenmitglieder Zusatzbeitragssatz soll 2018 auf durchschnittlich 1,0 Prozent sinken

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU): „Die gute Finanzlage der gesetzlichen Krankenkassen zeigt, dass wir die notwendigen Verbesserungen für die Patienten in den letzten Jahren mit Augenmaß vorgenommen haben.“
Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU): „Die gute Finanzlage der gesetzlichen Krankenkassen zeigt, dass wir die notwendigen Verbesserungen für die Patienten in den letzten Jahren mit Augenmaß vorgenommen haben.“ © dpa/picture alliance

Immerhin etwas: Der durchschnittliche Zusatzbeitragssatz in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) wird für das Jahr 2018 um 0,1 Prozentpunkte auf 1,0 Prozent abgesenkt, wie das Gesundheitsministerium bekanntgab. Damit reduziert sich der Gesamtbeitrag für die Kassenmitglieder im Schnitt von 15,7 Prozent auf 15,6 Prozent.

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Arbeitgeber und Arbeitnehmer zahlen in der GKV seit 2015 je zur Hälfte einen festen Beitragssatz von 14,6 Prozent. Doch den Zusatzbeitrag von derzeit 1,1 Prozent zahlen die Arbeitnehmer alleine. Zumindest hier soll es im kommenden Jahr ein wenig Entlastung geben: Ab 2018 sinkt der Zusatzbeitrag um 0,1 Prozentpunkte auf 1,0 Prozent. Das geht aus einer am Donnerstag veröffentlichten Mitteilung des Ministeriums hervor.

Wie kommt die Beitragsreduzierung zustande?

Der durchschnittliche Zusatzbeitragssatz ergibt sich aus der Differenz der prognostizierten Einnahmen und Ausgaben der GKV im kommenden Jahr. Daraus ergeben sich dann jene 0,1 Prozentpunkte für 2018. Gleichwohl gilt: „Wie hoch der individuelle Zusatzbeitragssatz einer Krankenkasse für ihre Mitglieder tatsächlich ausfällt, legt die jeweilige Krankenkasse selbst fest“, so der Hinweis des Gesundheitsministeriums.

Für das Jahr 2018 geht der Schätzerkreis laut Mitteilung insgesamt von Einnahmen in Höhe von 222,24 Milliarden Euro aus. Dem werden die voraussichtlichen Ausgaben der Krankenkassen von 236,15 Milliarden Euro gegenübergestellt. Die Finanzreserven der Krankenkassen fließen in diese Rechnung nicht ein.

„Die gute Finanzlage der gesetzlichen Krankenkassen zeigt, dass wir die notwendigen Verbesserungen für die Patienten in den letzten Jahren mit Augenmaß vorgenommen haben“, kommentiert Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe die Maßnahme. Dass die Krankenkassen „gute Spielräume für hochwertige Leistungen bei attraktiven Beiträgen“ hätten, sei eine gute Nachricht für alle gesetzlich Versicherten, so Gröhe.

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