Medienbericht Führt Ergo-Chef Rieß bald die Deutsche Börse?

Markus Rieß ist seit September 2015 Vorsitzender des Vorstands der Ergo Group AG - zieht es den Manager bald von Düsseldorf nach Frankfurt?
Markus Rieß ist seit September 2015 Vorsitzender des Vorstands der Ergo Group AG - zieht es den Manager bald von Düsseldorf nach Frankfurt? © Ergo

Es ist eine lange Liste mit Namen – und auch Ergo-Chef Markus Rieß ist offenbar darauf zu finden. Ob die Liste tatsächlich existiert, sei dahingestellt. Klar ist jedenfalls, dass die Deutsche Börse nach dem Rücktritt von Joachim Kengeter einen neuen Spitzenmanager sucht.

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Er habe eine lange Liste mit mehreren Namen – so zitiert die Süddeutsche Zeitung (SZ) den Chefaufseher der Deutschen Börse Joachim Faber. Nachdem Deutsche-Börse-Chef Carsten Kengeter Ende Oktober angekündigt hatte, das Unternehmen zum Jahresende zu verlassen, ranken sich Spekulationen um mögliche Nachfolgekandidaten. Bedingung: Sie müssen das Format eines „internationalen Kapitalmarktprofis“ (SZ) vom Schlage eines Kengeters mitbringen.

Offenbar ist das Deutsche-Börse-Management dabei auch in der Versicherungsbranche fündig geworden: „Für den Chefposten werden in Finanzkreisen der derzeitige Chef der Ergo-Versicherung, Markus Rieß, gehandelt“, schreibt die SZ.

Rieß war langjähriger Chef der Allianz Deutschland und ist seit gut zwei Jahren Vorstandschef des Düsseldorfer Versicherungskonzerns Ergo Group. Die tiefgreifenden Umbaumaßnahmen, die er dort veranlasst hat, machen deutlich, dass Rieß keine Scheu vor unpopulären Entscheidungen in einer nach wie vor konservativen Branche hat. 

Gleichwohl taucht der Name Rieß nur einmal in dem großzügig bemessenen SZ-Beitrag auf, der passenderweise mit dem Titel „Lange Liste“ überschrieben ist.

Zwei Spitzenmanagerinnen werden ebenfalls gute Chancen eingeräumt

Als weitere Kandidaten gelten demnach der ehemalige DZ-Bank-Vorstand Lars Hille sowie Dorothe Blessing, Deutschland-Chefin der Investmentbank JP Morgan, und auch der Vorstandsfrau der Postbank, Susanne Klöß, werden Chancen eingeräumt.     

Gegen Carsten Kengeter wird wegen des Verdachts auf Insiderhandel ermittelt. Hintergrund: Er soll die inzwischen abgeblasene Fusion mit der Londoner Börse bereits geplant haben, als er Ende 2015 Aktien der Deutschen Börse kaufte.

 

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