Vor allem die niedergelassenen Ärzte profitieren vom Mehrumsatz, der durch Privatversicherte entsteht. © picture alliance / Zoonar | lev dolgachov
  • Von Manila Klafack
  • 27.04.2021 um 17:08
artikel drucken artikel drucken
lesedauer Lesedauer: ca. 01:05 Min

Würde die private Krankenversicherung in Deutschland abgeschafft werden, wären im Jahr 2019 12,73 Milliarden Euro weniger in das Gesundheitssystem geflossen. Das Wissenschaftliche Institut der Privaten Krankenversicherung errechnete auf Grundlage der Daten aus 2019 diesen sogenannten Mehrumsatz.

Fast 13 Milliarden Euro würden nicht in das deutsche Gesundheitssystem fließen, wenn die Privatversicherten gesetzlich krankenversichert werden. Diesen sogenannten Mehrumsatz ermittelte das Wissenschaftliche Institut der Privaten Krankenversicherung (WIP) für 2019. Insgesamt zahlten Privatversicherte 37,52 Milliarden Euro ein, wie Berechnungen des WIP ergaben. Zwei Drittel davon würden sie ebenfalls einzahlen, wenn sie in einer Krankenkasse versichert wären. Doch das letzte Drittel würde der Gesundheitsversorgung verloren gehen.

Diese Mehrzahlungen ermöglichen es laut Verband der Privaten Krankenversicherung zum Beispiel Ärzten und Krankenhäusern, in moderne Geräte und mehr Personal zu investieren. Das komme allen zugute, privat und gesetzlich Versicherten.

Niedergelassene Ärzte profitieren am meisten

Vor allem die niedergelassenen Ärzte würden von diesem Mehrumsatz profitieren. Denn 6,43 Milliarden Euro davon fließen laut WIP in die ambulante ärztliche Versorgung. Das seien etwa 55.000 Euro im Jahr, die in diesen Praxen fehlen würden, rechnet der PKV-Verband vor. Und das wiederum entspräche dem Einkommen von 1,75 Sprechstundenhilfen.

Quelle: Wissenschaftliche Institut der Privaten Krankenversicherung

Wie die Auswertung des WIP außerdem zeigt, entwickelten sich die Leistungsausgaben von PKV und gesetzlicher Krankenversicherung (GKV) im Vergleich der vergangenen zehn Jahre fast gleich. Von 2009 bis 2019 seien sie bei der GKV um 41,6 Prozent und bei der PKV um 40,5 Prozent gestiegen. Das verweise darauf, so der Verband, dass die Herausforderungen von steigenden Gesundheitsausgaben beide Kostenträger im gleichen Maße treffe.

autorAutorin
Manila

Manila Klafack

Manila Klafack ist Redakteurin bei Pfefferminzia. Nach Studium und redaktioneller Ausbildung verantwortete sie zuvor in verschiedenen mittelständischen Unternehmen den Bereich der Öffentlichkeitsarbeit.

kommentare

Hinterlasse eine Antwort

kommentare

Hinterlasse eine Antwort

smiley-icon

achtung: Sie nutzen einen veraltete Version des Internet Explorer und daher kann es eventuell zu fehlerhaften Darstellungen kommen. Wir empfehlen den Internet Explorer zu aktualisieren oder Google Chrome zu nutzen.

verstanden!