Kritik an Wahlprogramm der Union Schulz wirft Union „Arbeitsverweigerung“ bei der Rente vor

Martin Schulz, Kanzlerkandidat der SPD, äußerte sich am Montag in der SPD-Parteizentrale in Berlin zum Wahlprogramm der Unionsparteien.
Martin Schulz, Kanzlerkandidat der SPD, äußerte sich am Montag in der SPD-Parteizentrale in Berlin zum Wahlprogramm der Unionsparteien. © dpa/picture alliance

„Unseriös, ungerecht und auch unverantwortlich“ – bei SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz ist das Wahlprogramm von CDU und CSU auf scharfe Kritik gestoßen. Die Parteien hätten bei den Themen Arbeitsmarkt, Rente und Steuern „nicht viel zu bieten“, so Schulz. Zudem warf er der Union „Arbeitsverweigerung“ bei der Rente vor.

04.07.2017 09:50  Drucken

Aus Sicht von SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz handelt es sich bei dem am Montag in Berlin vorgestellten Wahlprogramm von CDU und CSU um eine „oberflächliche Ideensammlung“, das als „Minimalprogramm zur Konfliktvermeidung in der Union“.

Und weiter:

„Es ist ein mutloses Programm, ohne Ideen für die Zukunft. Es ist ein Programm, das unseriös, ungerecht und auch unverantwortlich ist“, so der SPD-Vorsitzende.

Schulz: Union wolle Menschen bis 70 schuften lasse

Zudem hätte die Union bei Arbeitsmarkt, Rente und Steuern „nicht viel zu bieten“. So warf Schulz der Union beim Thema Rente „Arbeitsverweigerung“ vor. Hintergrund ist, dass Merkel hier nach eigenen Worten keinen Reformbedarf bis 2030 sieht.

Damit nicht genug, warf Schulz der Union zudem vor, die Menschen bis 70 schuften lassen zu wollen. Das Steuerkonzept der beiden Schwesterparteien kommentierte er mit den Worten, dass die Union Steuergeschenke für Spitzenverdiener wolle und reiche Erben schone.

Bereits vor wenigen Tagen sind SPD und CDU in der Rentenfrage heftig aneinander geraten: „Wer jetzt wie Frau Merkel sagt, wir brauchen bis 2030 nichts bei der Rente zu tun, nimmt einen deutlichen Anstieg der Beiträge und ein Absinken des Niveaus in Kauf", sagte Schulz gegenüber der Passauer Neuen Presse.

Pfefferminzia HIGHNOON