Kosten wurden zu hoch Axa kündigt 17.861 Verträge ihrer Unfall-Kombirente

Axa-Vorstand Thierry Daucourt: Der Versicherer hat über 17.000 Verträge seiner Unfall-Kombirente gekündigt.
Axa-Vorstand Thierry Daucourt: Der Versicherer hat über 17.000 Verträge seiner Unfall-Kombirente gekündigt. © Axa

Die Axa kündigt 17.861 Verträge ihrer Unfall-Kombirente. Das Produkt sei wegen des medizinischen Fortschritts und der niedrigen Zinsen zu teuer geworden, schreibt Axa-Vorstand Thierry Daucourt in einem Brief an die betroffenen Kunden. Hier kommen die Details.

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17.500 Kunden der Axa, die einen oder mehrere Verträge über eine Unfall-Kombirente haben, bekamen dieser Tage Post von Axa-Vorstand Thierry Daucourt. Dabei handelte es sich um eine Kündigung der insgesamt 17.861 Verträge der Unfall-Kombirente (manche Kunden hatten mehrere Verträge).

Einen entsprechenden Bericht der Süddeutschen Zeitung (kostenpflichtig) bestätigte der Versicherer gegenüber der FAZ, und korrigierte dabei auch einige Details des ursprünglichen Berichts. Die Unfall-Kombirente vertrieb der Kölner Versicherer zwischen 2006 und 2010.

Als Grund für diesen Schritt gibt die Axa an, die Kosten der Verträge seien wegen des medizinischen Fortschritt und der niedrigen Zinsen immer weiter nach oben geklettert. Das Leistungsversprechen des Tarifs sei nicht mehr aufrecht zu erhalten, heißt es in dem Brief weiter.

Der gesamte Bestand ist nicht betroffen

Die Axa betont auf Anfrage der FAZ, dass aber nicht der gesamte Bestand der Unfall-Kombirente gekündigt werde. Verträge mit Beitragsrückgewähr seien nicht betroffen. Auch Kunden in einem Alter von mindestens 58 Jahren blieben von der Kündigung verschont, so die Axa weiter. Auch Verträge, in denen es zum Leistungsfall gekommen ist, sind ausgenommen. Hier zahle man „selbstverständlich vertragsgemäß bis an das Lebensende“ die vereinbarte Unfallrente.

In dem Kündigungsschreiben bietet der Versicherer den Kunden an, in ein alternatives Produkt zu wechseln, etwa in die Existenzschutzversicherung, heißt es in den Presseberichten weiter. Die Süddeutsche bemängelt dabei aber, dass diese Alternative teurer sei und nur eine Rente bis zum 67. Lebensjahr vorsehe.

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